Nur eine Stunde von Tampere entfernt – der Nationalpark Isojärvi lädt zur Ruhe in der Wildnis ein
Der in Kuhmoinen in der Region Pirkanmaa gelegene Nationalpark Isojärvi zeichnet sich durch den großen und schönen See Isojärvi, waldige Hügel und bezaubernde Moore mit kleinen Teichen aus. Das imposante Eingangstor des Parks ist Heretty, wo es ein Café, Unterkünfte und günstige Mietmöglichkeiten für Outdoor-Ausrüstung gibt. Doch was für ein Ort ist das eigentlich, und was lohnt es sich im Nationalpark Isojärvi zu entdecken?
Heretty auf der Karte, Kylämäntie 1335 (Kuhmoinen), N 6839512 E 394118
Hauptbild: Maija Mikkola, #retkeilyKS
Heretty und der Großteil des Nationalparks Isojärvi liegen in Kuhmoinen, etwa eine Stunde Fahrtzeit von Tampere und Jyväskylä entfernt. Das Café Heretty mit seinem schönen Hof befindet sich im Südwesten des Parks entlang der Kylämäntie.
„Der Isojärvi-See und zahlreiche kleinere Teiche und Sumpflöcher prägen den Park. Außerdem gibt es herrliche, moosbedeckte Zauberwälder und auch große Findlinge. Einige Wege bieten zudem beeindruckende Höhenunterschiede“, beschreibt die Cafébesitzerin und Wildnisführerin Minna Jakosuo.
Das Café ist den örtlichen Ferienhausbewohnern bekannt, aber Minna und ihr Mann Vesa möchten es auch Wanderern zugänglicher machen. Jeder kann nach wie vor zum Café kommen, um Leckereien zu genießen, aber die umgebenden Dienstleistungen wurden in den letzten Jahren speziell für Wanderer entwickelt.
„Das Café ist ein zentraler Ausgangspunkt im Park, von dem aus man leicht zu den Wanderwegen gelangt. Einer der beliebtesten Wege ist ein 500 Meter langer, barrierefreier Abschnitt vom Café zur nächsten Feuerstelle, der besonders bei Familien mit Kindern und älteren Menschen beliebt ist“, erzählt Minna.
„Ein drei Kilometer langer Naturpfad vermittelt die Holzfällergeschichte der Region, und auf dem Weg befindet sich der riesige Findling Jättiläisenkivi, der auf drei kleineren Steinen steht. Er ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Park. Von Heretty aus kann man auch 7- oder 10-Kilometer-Rundwege unternehmen oder sogar eine 30-Kilometer-Wanderung machen, wenn die eigenen Wanderfähigkeiten und die körperliche Fitness es zulassen.“

Der Nationalpark Isojärvi hat zwei Schutzgebiete: Lortikanvuori und Latokuusikko. In diesen Gebieten darf man sich während der schneefreien Saison nur auf den offiziellen Wegen bewegen – das Verlassen der markierten Pfade ist nicht erlaubt.
„Beide Bereiche sind wirklich schön und definitiv einen Besuch wert, solange man die Regeln der Schutzgebiete einhält“, ermutigt Minna.

Ausrüstungsverleih für kleines Geld
Wanderer können im Café Heretty verschiedene Ausrüstungen wie Kajaks, Kanus, Ruderboote und Packrafts ausleihen. Isojärvi ist ein tolles Ziel zum Paddeln, das in seiner Form ein wenig an einen Fjord erinnert.
„Der See ist lang, schmal und tief. Es gibt viel zu erkunden, und man kann zum Beispiel auf der Insel Renusaari anlegen, wo es eine Schutzhütte mit Feuerstellen und einen Zeltplatz gibt. Wie der Name schon sagt, ist Isojärvi groß, was bei stärkerem Wind etwas Erfahrung im Paddeln erfordert“, erklärt Minna.
Für Anfänger empfiehlt sie den ruhigeren Kurkijärvi-See, für den ebenfalls Kanus gemietet werden können.
Im Café kann man zudem grundlegende Campingausrüstung wie Zelte, Schlafsäcke, Rucksäcke und Campingkocher für kleines Geld ausleihen.
„Wir haben eine große Auswahl an Produkten, zum Beispiel Zelte von großen Tunnelzelten bis hin zu kleinen Kuppelzelten. Das gibt den Menschen die Möglichkeit, die Ausrüstung praktisch zu testen, bevor sie eigene kaufen. Und nicht jeder möchte Ausrüstung besitzen, wenn zum Beispiel kein Stauraum oder häufiger Gebrauch gegeben ist“, überlegt Minna.


Fahrradrouten für Abenteurer
Wanderer im Nationalpark Isojärvi können Spuren der Biber entdecken oder mit etwas Glück den pelzigen Baumeister live beobachten. Auch Prachttaucher sind auf den Teichen des Isojärvi-Sees ein vertrauter Anblick. Die Wege im Park sind gut ausgeschildert und leicht zu folgen, doch die Anwesenheit von Bibern kann die Geländebedingungen beeinflussen – gelegentlich steigt das Wasser über das Land und unterbricht Wanderwege. Gummistiefel könnten dann nützlich sein.
Eine Mountainbike-Route führt von Heretty in die andere Ecke des Parks nach Lortikka und zurück über kleine Schotterstraßen, insgesamt eine Rundtour von 16 Kilometern.
„Zusätzlich führt eine Route von der Nähe des Zentrums von Kuhmoinen nach Heretty. Dieser Weg bietet mehrere Rastplätze und eignet sich sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren. Er ist auf kürzestem Weg 35 Kilometer lang, kann aber mit zusätzlichen Schleifen sogar auf 70 Kilometer verlängert werden, wenn man sich mehr herausfordern möchte“, schlägt Minna vor.

Um die Natur des Parks schön zu erhalten und die Infrastruktur in gutem Zustand zu halten, informieren die erfahrenen Wildnisführer Minna und Vesa die Besucher bei Bedarf und geben ihre besten Tipps weiter.
„Zum Beispiel informieren wir die Besucher sehr sichtbar über Waldbrandgefahr. Während der Warnung ist das Entzünden von Lagerfeuern verboten“, erklärt Minna.

Das Café Heretty – Eine Alte Holzfällerkneipe
Das Café Heretty und sein Hof sind an sich schon einen Besuch wert. Das Hauptgebäude ist eine alte und geschützte Holzfällerkneipe, und die Leckereien werden aus der sogenannten „Lebensluke“ von der Küche in den Gastraum gereicht. Im Saal befinden sich noch immer die Etagenbetten der Holzfäller, und an den Wänden hängen historische Gegenstände.
„Wir haben auch ein kleines Bibliothekszimmer im Café eingerichtet, das Natur- und Wildnisliteratur bietet. Übernachtungsgäste können Bücher in ihr Zimmer ausleihen, und andere können sie bei einer Tasse Kaffee genießen“, fügt Minna hinzu.



An Themenwochenenden und gelegentlich auch an anderen Sommerwochenenden wird im Café eine Suppe zum Mittagessen angeboten. Minna berichtet, dass auch Vegetarier immer in der Auswahl berücksichtigt werden.
Zum Hof des Cafés gehören auch andere alte Gebäude, wie zum Beispiel eine Sauna für Übernachtungsgäste, die laut Minna den vielleicht längsten Saunalöffel Finnlands besitzt, sowie ein ehemaliger Pferdestall, der als Informationspavillon und Holzlager dient. Eine Besonderheit auf dem Hof ist ein kleines rotes Gebäude, ein altes Zapfentrocknungshaus.
„Das Zapfentrocknungshaus ist eine winzige Hütte mit einem Ofen. Hier wurden früher Zapfen getrocknet, um die Samen zu gewinnen und neue Setzlinge zu ziehen“, erklärt Minna.
Lesen Sie mehr und buchen Sie Ihre Services:
Facebook-Seite des Cafés Heretty
Buchen Sie Ihre Unterkunft und andere Services in Heretty online: Johku.com
Nationalpark Isojärvi, Luontoon.fi
Einige Fotos in diesem Artikel (einschließlich des Hauptbilds) wurden im Rahmen des Projekts „Wanderwege in Zentrallappland auf die Weltkarte“ (#retkeilyKS) erstellt, das vom ELY-Zentrum Zentrallappland aus dem Landwirtschaftsfonds für ländliche Entwicklung gefördert wird. Andere Fotos: Minna und Vesa Jakosuo




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