Was Sie über Finnlands Nationalparks wissen sollten
In Finnland gibt es über 40 Nationalparks, allesamt staatliche Naturschutzgebiete, die per Gesetz eingerichtet wurden. Ihr Hauptzweck ist zweifach: die Biodiversität zu schützen und Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit zu geben, die Natur zu genießen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Aktivitäten in der Natur – oder schon allein der Aufenthalt in ihr – dem Wohlbefinden zugutekommen. Viele finnische Nationalparks verfügen zudem über barrierearme Wege, damit wirklich alle von der heilsamen Wirkung der Natur profitieren können.
1. Was ist ein Nationalpark?
Jeder finnische Nationalpark schützt wertvolle und oft empfindliche Lebensräume, die von den Fjälls im Norden über die Wildnisgebiete Ostfinnlands bis zu den Wäldern im Süden und den Inselarchipelen an den Küsten reichen. Obwohl die Landschaften sehr unterschiedlich sind, haben alle Parks eines gemeinsam: Sie repräsentieren einige der schönsten Naturgebiete Finnlands.
2. Natur verantwortungsvoll genießen
Finnische Nationalparks sind für alle geöffnet, aber der Naturschutz hat stets Vorrang. Indem Sie auf markierten Wegen bleiben, Haustiere angeleint führen, keine Spuren hinterlassen und Feuerregeln beachten, tragen Sie dazu bei, die Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren, die diese Gebiete so besonders macht.
3. Vielfältige Routen für jeden Bedarf
Die Parks bieten eine breite Palette an Wegen – von kurzen Naturpfaden bis hin zu mehrtägigen Trekkingrouten. Manche Parks haben auch Radwege. Deutliche Beschilderungen und gut gepflegte Pfade sorgen dafür, dass Sie sich sicher im Gelände bewegen und empfindliche Lebensräume schonen.
4. Unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten
Ob Sie lieber zelten oder in einem Unterstand, einer Wildnishütte oder einer Mietunterkunft übernachten möchten – Finnlands Nationalparks bieten für jeden Geschmack und jedes Komfortbedürfnis etwas Passendes. Direkt außerhalb der Parkgrenzen finden Sie zudem gemütliche Unterkünfte wie Ferienhäuser oder Hotels.
5. Geringe Infrastruktur innerhalb der Parks
Anders als in manchen europäischen Ländern, in denen sich ganze Dörfer innerhalb der Parkgrenzen befinden, sind finnische Nationalparks weitgehend unberührte Wildnisgebiete. Im Park selbst gibt es in der Regel nur Fußwege und ausgewiesene Rastplätze.
6. Regeln und Besonderheiten
Jeder Nationalpark setzt eigene Vorschriften durch – das übliche „Jedermannsrecht“ Finnlands gilt hier nicht uneingeschränkt. Manche Gebiete können beispielsweise für den Schutz brütender Vögel oder empfindlicher Pflanzen gesperrt sein. Machen Sie sich daher vor Ihrem Besuch mit den Parkregeln vertraut.
7. Beratung in Naturzentren
Suchen Sie nach Informationstafeln an den offiziellen Parkplätzen, die in mehreren Sprachen, darunter Englisch, verfasst sind. Viele Parks verfügen außerdem über ein eigenes Naturzentrum (wie Haltia im Nuuksio und Ukko in Koli) oder über kleinere Infostellen, an denen Sie sich über Routen, lokale Vorschriften und eventuelle Einschränkungen informieren können.
8. Naturschutz als Grundlage
Das Hauptziel der Nationalparks ist es, die biologische Vielfalt zu erhalten. Seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind auf diese unberührten Lebensräume angewiesen. Durch das Befolgen der markierten Wege schützen Sie empfindliche Arten und verhindern Schäden durch Betreten oder Störungen.
9. Verwaltet von Metsähallitus
Metsähallitus (die finnische Forstverwaltung) ist für die Pflege und Weiterentwicklung von Finnlands Nationalparks zuständig. Dazu gehören die Instandhaltung der Wanderwege, Picknickplätze und anderer Besuchereinrichtungen, die für ein sicheres und unvergessliches Erlebnis sorgen.
10. Ein Erlebnis zu jeder Jahreszeit
Finnische Nationalparks sind das ganze Jahr über einen Besuch wert. Im Sommer können Sie die langen Tage und das üppige Grün genießen, im Herbst die leuchtenden Farben des ruska und im Winter die friedliche Stille verschneiter Landschaften.
Praktische Tipps für den Besuch von Finnlands Nationalparks
- Gute Erreichbarkeit: Eine befahrbare Straße führt zu den Eingängen jedes Parks. Die meisten Parks haben mehrere Zugänge mit eigenen Parkplätzen.
- Information vor Ort: An jedem offiziellen Parkplatz finden Sie eine Karte und Informationen zur lokalen Natur und den geltenden Regeln.
- Routenvielfalt: In jedem Park gibt es mehrere Wanderwege; viele bieten auch barrierearme Strecken für Rollstühle oder Kinderwagen.
- Rechtzeitige Vorbereitung: Decken Sie sich im Voraus mit Lebensmitteln, Getränken und anderer Ausrüstung ein.
- Feuerstellen: Nicht alle Wege verfügen über ausgewiesene Feuerstellen. Das Entzünden eines Feuers außerhalb dieser Plätze ist verboten, und bei Waldbrandwarnung sind Feuer generell untersagt.
Aktuelle Warnungen finden Sie hier. - Passendes Schuhwerk: Die Wege können oft matschig, steinig oder rutschig sein (insbesondere nach Regen). Tragen Sie daher feste Schuhe.
- Natur respektieren: Beschädigen oder stören Sie keine Pflanzen, Tiere oder geologischen Formationen. Das Sammeln von Beeren und Speisepilzen ist erlaubt, ansonsten sollten Sie die Natur unverändert lassen.
