Verzaubert vom Laubwald: Ramsholmens Frühlingszauber auf Åland
Der Laubwald von Ramsholmen wirkt wie aus einem Märchenbuch – besonders in dem zauberhaften Moment, wenn der Frühling in den Sommer übergeht. Der leicht begehbare Pfad an der Spitze dieser verwunschenen Halbinsel lädt dazu ein, in eine Märchenwelt einzutauchen – eine, in die jede*r Åland-Besucher*in eintreten kann. Vergessen Sie nicht, neben dem Picknick auch einen Pflanzenführer einzupacken!
Adresse: 188–324 Hammarlandsvägen, Jomala

Ich hatte gehört, dass sich der Wald im Laufe des Frühlings in verschiedenen Farbwellen zeigt – blau mit dem Leberblümchen, weiß mit dem Buschwindröschen und gelb mit der Schlüsselblume. Mit etwas Glück hoffte ich, noch die letzte weiße Welle zu erwischen – die Blütezeit des Bärlauchs. Zur Sicherheit suchte ich online nach Bildern, um die Pflanze auch sicher erkennen zu können. Doch dann kam alles ganz anders …

Was geschah, war, dass der gesamte Wald förmlich explodierte – vor lauter Bärlauch! Tausende Pflanzen! Ich konnte nicht anders, als leise zu kichern, umherzuhüpfen und ganz und gar der Schönheit des Waldes zu verfallen. Der Spaziergang verwandelte sich in ein unerwartet langes Abenteuer, denn in dieser von Bärlauch bedeckten Welt unter dem Schatten der Haselsträucher schien die Zeit einfach zu verschwinden. Sie war weg. Ich entdeckte beschämend viele Blumen, deren Namen ich nicht kannte – künftig werde ich definitiv immer einen Pflanzenführer mitnehmen. Zum Glück halfen mir die Infotafeln entlang des Naturpfads dabei, einige Arten zu bestimmen, und ich lernte viel Neues über die Halbinsel und ihre Pflanzenwelt. Beim nächsten Mal möchte ich noch früher im Frühling kommen – vielleicht im April – um Suomukka (Schuppenwurz, Lathraea squamaria) zu sehen. Eine Blume, die keine grünen Pflanzenteile hat – weder Stängel noch Blätter – sondern nur einen zapfen- oder rispenartigen Blütenstand. Und sie hat einen wunderbar klingenden Namen!

Übrigens: Der Name der Halbinsel soll tatsächlich vom Bärlauch stammen. Auf Schwedisch heißt Bärlauch ramslök, und Ramsholmen (»holm« bedeutet im Schwedischen kleine Insel oder Halbinsel) ist somit ein passender Name für diesen Ort, an dem diese seltene Pflanze bekanntlich wächst. Bärlauch ist geschützt und das gesamte Gebiet von Ramsholmen ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet – bitte achte also darauf, die Vegetation bei deinem Besuch nicht zu beschädigen.

Ramsholmen ist so besonders, dass sich der Ort fast nicht heimisch anfühlt. Ich empfand dort Ehrfurcht, Staunen und ein Gefühl des Fremdseins – als würde ich den Palast einer fremden Kultur betreten. Ganz an der Spitze der Halbinsel, direkt am Meer, gibt es einen friedlichen Platz, der sich ideal für eine Pause oder ein Picknick eignet – ein kurzer Moment, um in die »wirkliche Welt« zurückzukehren, nachdem man unter Haselnusssträuchern und zwischen Frühlingsblumen gewandert ist.

Neben der märchenhaften Welt der Haselsträucher trägt auch der alte, edle Laubbaumbestand von Ramsholmen zur zauberhaften Waldatmosphäre bei. Eschen und Eichen sind dick, knorrig, massiv und tief ehrwürdig – wie die Ältesten ihrer Art. Diese Bäume haben mindestens zwei, wenn nicht drei oder vier Generationen menschlicher Geschichte auf dieser kleinen Landzunge miterlebt. Heute stehen sie wie stille Denkmäler da und erfüllen Spaziergänger*innen mit Staunen.

Weitere schöne Laubwälder zum Erkunden: Ramsholmen in Raseborg, Vaisakko in Salo und Paratiisilehto in Harjavalta
Text: Karoliina Kaski
Fotos: Antti Huttunen
Was du mitbringen solltest:
- Einen Pflanzenführer (digital oder gedruckt) oder eine*n pflanzenkundige*n Freund*in
- Picknick-Snacks
Der Artikel wurde mit Hilfe von KI ins Deutsche übersetzt.
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