So verbrachte Maarit eine frostige Nacht im Freien in Rovaniemi
Im Laufe des Jahres 2026 nehmen die Teammitglieder von Finland, Naturally an der Aktion „Schlaf eine Nacht draußen“ teil. Den ersten Termin des Jahres übernahm Maarit, die eine frostige Januarnacht am Ufer des Ounasjoki verbrachte. Maarit arbeitet bei Finland, Naturally als Serviceproduzentin und Kundenberaterin, und man kann ihr im Finnischen Naturzentrum Haltia in Nuuksio sowohl am Infodesk als auch als Guide für Schulklassen begegnen. Für ihre Übernachtung im Freien wählte Maarit einen ihr besonders vertrauten und liebgewonnenen Ort: Der Schlafplatz wurde am Ufer des Ounasjoki im Hof ihres Elternhauses in Rovaniemi eingerichtet.
Für Maarit war die Nacht in vielerlei Hinsicht spannend, denn obwohl der Ort vertraut war, verfügt sie nicht über besonders viel Erfahrung mit winterlichen Übernachtungen im Freien oder dem Schlafen unter offenem Himmel.
– Normalerweise schlafe ich beim Wandern immer im Zelt, verrät Maarit.
Ganz allein musste Maarit die Nacht jedoch nicht verbringen, denn ihr Ehepartner leistete ihr Gesellschaft. Ebenso wichtig war ein klarer Plan B: Bei einer Übernachtung im eigenen Garten hätte man jederzeit ins Haus wechseln können, falls die Bedingungen nicht gepasst hätten.
– Am Abend war es klar mit hellem Mondschein, etwa minus neun Grad kalt. In der Nacht wurde es etwas milder, auf ungefähr minus sechs Grad, und es fiel ein wenig Schnee, erinnert sich Maarit.
Maarits Unterkunft
– Die Unterkunft basierte auf der Idee: „Baue ein Bett aus den Materialien, die sich im eigenen Schrank oder draußen im Hof finden.“ Eine eigentliche Unterkunft gab es also nicht – wir bauten ein Bett in eine Schneewehe und schliefen unter freiem Himmel, erzählt Maarit.
Materialien:
- 2 Europaletten
- 1 große Sperrholzplatte
- 2 aufblasbare Isomatten (Drei-Jahreszeiten), mit Gurten miteinander verbunden
- 1 großer Doppelschlafsack (Drei-Jahreszeiten)
- 1 Einzelschlafsack (Drei-Jahreszeiten) als Reserve / Decke
- 1 Tarp als Schutz über dem Schlafsack gespannt
- 2 Kissen

Schlafenszeit
Der Aufbau von Maarits Lager verlief nicht ganz reibungslos, da der praktische Test erst in der Dunkelheit des Abends stattfand.
– Wir hatten das Bett bereits tagsüber fertig aufgebaut, und abends brachten wir dann die Isomatten und Schlafsäcke dazu. Erst beim Zubettgehen konnten wir den Komfort und die Funktionalität des Bettes wirklich testen, sagt Maarit.
– Und wie es dann so kam: Als ich als Erste in den Schlafsack kroch, merkte ich ziemlich schnell, dass das ganze Bett leicht schief war und ich langsam herunterrutschte, erzählt Maarit.
Also mussten noch direkt vor dem Schlafengehen Anpassungen vorgenommen werden. Laut Maarit war es keine angenehme Überraschung, aus dem warmen Schlafsack wieder in die kalte Nachtluft hinauszukriechen, aber es blieb keine andere Wahl.
– Wir nahmen etwas Sperrholz und Paletten wieder weg und ebneten den Schnee darunter erneut. Nachdem wir eine Weile ausgeglichen und barfuß in unseren Merinounterwäsche-Sets auf den Paletten herumgehüpft waren, bekamen wir das Bett schließlich doch gerade.

Die wichtigste Ausrüstung: ein Drei-Jahreszeiten-Doppelschlafsack
Laut Maarit war bei dieser Übernachtung der Drei-Jahreszeiten-Doppelschlafsack eindeutig das wichtigste Ausrüstungsstück.
– Ein Doppelschlafsack bietet eine wunderbare Möglichkeit, warm zu bleiben, wenn zwei Personen in einem Sack schlafen.
Der Doppelschlafsack ist für Maarit eine relativ neue Anschaffung, aber sie sagt, dass sie ihn sehr schätzen gelernt hat. Der Schlafsack hat zwei unterschiedliche Seiten: eine kühlere blaue und eine wärmere rote. So kann er je nach Außentemperatur gewendet werden. Trotzdem ist es immer gut, noch etwas zusätzliche Reserve dabei zu haben.
– Wir hatten in diesem Schlafsack zuvor noch nicht im Winter draußen übernachtet, deshalb nahmen wir vorsichtshalber noch einen Einzelschlafsack mit, den wir im Inneren des Doppelschlafsacks als Decke nutzten. Er erwies sich als äußerst effektive zusätzliche Wärmequelle, die ich wohl ganz für mich beansprucht habe, erzählt Maarit.

Ein Doppelschlafsack erfordert entweder eine Isomatte für zwei Personen oder einzelne Matten, die miteinander verbunden sind. Maarit erzählt, dass sie persönlich Einpersonen-Isomatten bevorzugt, da diese sich leicht auf Solo-Touren mitnehmen lassen.
– Wenn ein Partner dabei ist, wie dieses Mal, nutzen wir spezielle Gurte, um die Matten miteinander zu verbinden.
Maarit war zunächst etwas nervös, ob die Isomatten auf dem Sperrholz an Ort und Stelle bleiben würden. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass dies überhaupt kein Problem war.

Doch selbst all das reichte noch nicht ganz aus.
– Das wichtigste Ausrüstungsstück fürs Schlafen im Freien ist meiner Meinung nach ganz allgemein ein ordentliches Kissen. Ich hatte zwei Kissen für mich dabei.
Ein Plan B nur hundert Meter entfernt
Eine Übernachtung im eigenen Garten oder im Hof eines Ferienhauses ist eine hervorragende Möglichkeit, neue Übernachtungsformen, Unterkünfte oder das Schlafen im Freien generell auszuprobieren. Wenn Probleme auftreten, kann man problemlos nach drinnen wechseln und es an einem anderen Abend erneut versuchen – mit mehr Erfahrung und vielleicht besserer Ausrüstung. Genau das erlebten auch Maarit und ihr Ehepartner in dieser Januarnacht am Ounasjoki.
– Der Schlaf war nicht besonders gut, allerdings schlafe ich draußen eigentlich nie wirklich gut, gibt Maarit zu.
– Vielleicht hatte ich zu viele Kleidungsschichten an – zwei Merino-Unterwäsche-Sets –, denn irgendwann in der Nacht begann die Kleidung schrecklich zu jucken, was den Schlaf störte. Schließlich entschieden wir uns, nach drinnen zu gehen, damit wir den Rest der Nacht nicht wach leiden mussten, verrät Maarit.
– Der Weg nach drinnen betrug nur etwa hundert Meter, aber wenn es nicht so einfach gewesen wäre, ins Haus zu gelangen, hätten wir die Nacht sicher auch draußen bis zum Ende durchgestanden. Dieses Mal siegte der Wunsch nach Komfort.

Was war der beste und was der langweiligste Moment der Übernachtung?
– Das Beste war das gemeinsame Tun und der Bau des Schlafplatzes selbst. Es war schön, auf neue Weise auszuprobieren, wie man ein Bett in eine Schneewehe baut und wie es in der Praxis funktioniert. Am langweiligsten war es, am frühen Abend aus dem Schlafsack kriechen zu müssen, um das Bett auszugleichen.
Was hat dich diese Nacht über das Übernachten in der Natur – oder über dich selbst – gelehrt?
– Winterübernachtungen sind vielleicht nicht ganz mein Ding. Ich kann das machen, aber ich weiß nicht, ob ich wirklich Freude daran habe. Draußen aktiv zu sein im Winter ist großartig, aber genauso schön ist es, am Ende des Tages ohne jegliches Unbehagen in ein warmes Bett zu schlüpfen.
Maarit würde ein ähnliches Experiment jemandem empfehlen, der gerne gemeinsam mit dem Partner oder einer Freundin beziehungsweise einem Freund tüftelt und etwas Neues ausprobiert.
Zum Schluss noch eine wichtige Frage: Gab es einen Troll, ein Monster oder ein anderes unheimliches Wesen?
– Zum Glück nicht – ich hatte so etwas ehrlich gesagt auch nicht erwartet.
Der Artikel wurde mithilfe von KI übersetzt und kann Fehler enthalten.




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