Der beste Meerblick in Turku: Auf nach Kuuva in Ruissalo
Ruissalo in Turku ist eine Insel, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist und Naturliebhabern jede Menge zu entdecken bietet. Wir besuchten Ruissalo für einen Nachmittagsausflug mit dem Ziel, zwei völlig unterschiedliche Welten zu erleben: den Botanischen Garten der Universität Turku und nur wenige Kilometer entfernt das Küstengebiet von Kuuva. Das wild wechselnde Wetter bildete einen eindrucksvollen Kontrast zum warmen, feuchten Klima der verschiedenen tropischen Zonen.
- Parkplatz und Ausgangspunkt des Weges in Kuuva auf der Karte (Kuuvantie, Turku)
- Botanischer Garten auf der Karte (Ruissalon puistotie 215, Turku)
- Der Bus Nr. 28 von Ruissalo bringt dich zur Haltestelle Hietalantie, von wo aus es etwas mehr als 30 Minuten zu Fuß bis nach Kuuva sind (auf Wunsch kannst du einen Teil der Strecke auf Waldwegen zurücklegen). Foli.fi
Ich gab den Parkplatz von Kuuva in Google Maps ein, und die Navigation führte uns direkt ans Ziel. Wahrscheinlich hätte uns die Karte noch weiter entlang der Kuuvantie geschickt, als man tatsächlich fahren sollte, doch der Parkplatz an der Kuuvantie ist sowohl auf der Karte als auch vor Ort deutlich gekennzeichnet. Dort stellten wir das Auto ab, während sich am ansonsten blauen Himmel einige kleine Wolken sammelten.
Nach kurzem Suchen fanden wir an der Kreuzung beim Parkplatz auch eine Infotafel mit einer Übersichtskarte der Umgebung sowie Wegweisern zum Naturpfad. Das Gebiet lässt sich als Teilrundweg erkunden: Zunächst folgt man dem Naturpfad in Richtung der Landspitze und kehrt anschließend über die kleine Straße wieder zum Parkplatz zurück (oder umgekehrt). Die gesamte Runde ist etwa zwei Kilometer lang.

Der Naturpfad führt durch einen wunderschönen Wald. Selbst mit einer leichten Schneedecke war der Weg gut zu erkennen und klar markiert. Zu keinem Zeitpunkt musste ich darüber nachdenken, ob wir noch richtig unterwegs waren.

An einer Stelle trifft der Pfad auf eine kleine Straße, die von Anwohnern und Ferienhausbesitzern genutzt wird. Von dort aus folgt man der Straße weiter in Richtung der Landspitze, kurz vor dem Ufer geht es jedoch wieder auf einen Waldweg. Die letzten Schritte zum Aussichtspunkt am Meer führen durch einen beeindruckenden, urwüchsigen Kiefernwald. Hier wachsen zahlreiche wunderschön geformte Kiefern!

Als wir das Ufer erreichten, war deutlich zu spüren, dass sich das Wetter änderte. Die schönen Küstenfelsen waren bezaubernd – glattgeschliffene, von Gletschern geformte Felsflächen hatte ich schon lange vermisst –, doch gleichzeitig zog unser Blick immer wieder zum Horizont, wo sich ein Schneeschauer dramatisch näherte.

Einen kurzen Moment lang konnten wir noch die Helligkeit an den Felsen von Kuuvannokka genießen.

Das Meer war zugefroren, was ich nicht erwartet hatte. Irgendwann mussten sich die treibenden Eisschollen wieder verbunden und eine geschlossene Eisfläche gebildet haben.

Einen ausgewiesenen Rastplatz scheint es hier nicht zu geben, wer also Snacks mitbringen möchte, muss ohne offene Feuerstelle auskommen. Ich kann mir jedoch gut Sommertage vorstellen, an denen Menschen mit Picknickkörben anreisen, sich auf die Felsen am Meer setzen, die Wärme genießen und gutes Essen teilen. Während unseres Besuchs begegneten wir nur einer einzigen Person mit Hund – sonst niemandem.
Nun ja – fast niemandem. Ein Höckerschwan tauchte ebenfalls auf. Er kam aus Richtung des nahegelegenen Kolkannokka genau in dem Moment, als wir das Ufer erreichten, und begann direkt vor uns ausgiebig sein Gefieder zu putzen. Sein strahlend weißes Erscheinungsbild setzte einen eindrucksvollen Akzent in der ansonsten dunklen und dramatischen Landschaft.

Auf dem Rückweg von der Landspitze zum Auto frischte der Wind auf, und als wir den Parkplatz erreichten, lag dichter Schneefall in der Luft. Handtellergroße Flocken bedeckten die Landschaft – und uns gleich mit. Bevor wir ins Auto stiegen, mussten wir den Schnee kräftig von den Schuhen klopfen, um nicht den ganzen Schneesturm mit hineinzunehmen.
Als Ausgleich: die Wärme des Regenwaldes
Auf der Fahrt von Kuuva in Richtung Turku Zentrum kamen wir am Botanischen Garten der Universität Turku vorbei. Außerdem fuhren wir an eindrucksvollen Edellaubbäumen vorbei, die gerade aus ihrem Winterschlaf erwachten, sowie an verschneiten Feldern, auf denen eifrige Skilangläufer unterwegs waren – als wäre es der letzte Tag des Winters.
Der Schneesturm zog weiter, und bald färbte sich der Himmel erneut blau. Wir bogen auf den Parkplatz des Botanischen Gartens von Ruissalo ein und setzten uns als Erstes ins Gartencafé zu Kaffee und Krapfen. Nach der Pause zahlten wir den Eintritt und traten ein in die faszinierende, üppige Welt der Gewächshäuser. Jedes Haus hatte sein eigenes Klima und seinen eigenen Waldtyp, und dazwischen wuchsen erstaunlich große Efeututen. Die betörenden Düfte von Blumen und Regenwald weckten lebhafte Erinnerungen an ferne Reisen in Kindheit und Jugend. Koi-Karpfen schwammen im Seerosenteich, getrennt von den kleineren Fischen, und Papageien erfüllten die Baumkronen mit regenwaldartigem Geplapper.



Unser Besuch im Garten von Ruissalo war eine wunderbare Ergänzung zu einem Tag, der ansonsten von frischer Luft und Meeresbrise geprägt war. Ich empfehle sehr, den Garten bei einer Erkundung von Ruissalo mit einzuplanen. Außerdem erhält man hier einen umfassenderen Überblick über das Gebiet – einschließlich Kuuva –, was die Tagesplanung besonders einfach macht.
Dieses Mal haben wir die Außenbereiche des Gartens nicht erkundet, doch im Sommer möchte ich unbedingt zurückkehren, um auch diese kennenzulernen!
Der Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt.
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