Ein Frühlingsausflug in den Wald: Wandern auf dem Metsäkoivula-Pfad in Somero

Der Aprilwind war beißend kalt, und ein später Kälteeinbruch war im Anzug – doch tief im Wald schien die Zeit stillzustehen, wie es dort immer der Fall ist. Letzten Sonntag fuhren wir nach Somero, in die ländliche Stille Südwestfinnlands, um den Metsäkoivula-Pfad zu erkunden. Wer einen Ort sucht, an dem man weit abseits des Trubels ganz in Ruhe mit sich selbst wandern kann, ist hier genau richtig.

Ein abgelegener Pfad in Südfinnland

Somero ist bekannt für seine weiten Felder und Flusstallandschaften, doch der Metsäkoivula-Pfad taucht tief in den Wald ein. Ein Auto ist hier unbedingt erforderlich, denn öffentliche Verkehrsmittel erreichen diese abgelegenen Winkel nicht. Wir fuhren bis ans Ende der Straße Levolantie, wo die vier Kilometer lange Rundwanderung beginnt.

Wir hatten Glück: Der Parkplatz am Schranken war leer. Genau das hatte ich mir insgeheim erhofft. Ich wollte ungestörte Zeit mit meinem Mann verbringen und einfach die Naturgeräusche genießen – ohne jede Ablenkung. Zwar pfiff der Aprilwind über die offenen Flächen, doch ich wusste, dass uns der Wald vor den Böen schützen würde. Wir hatten uns trotzdem warm angezogen – der finnische Frühling und der Frühsommer können wechselhaft und frisch sein. Zu Beginn unserer Wanderung froren wir noch ganz ordentlich, bis uns das hügelige Gelände des Pfades richtig in Schwung brachte.

Schroffe Felsen und versteckte Seen

Der Metsäkoivula-Pfad schlängelt sich durch sehr hügeliges und felsiges Gelände; beinahe die gesamte Wanderung über ging es entweder einen sanften Anstieg hinauf oder einen steilen Abhang hinunter. Genau diese Abwechslung macht die Route interessant, auch wenn sie größtenteils aus typischen finnischen Waldwegen besteht.

Die absoluten Höhepunkte der Tour waren die Ausblicke auf zwei verschiedene Seen. Pohjaton („Der Bodenlose“) öffnete sich vor uns vom Gipfel eines schroffen Felsens. Es war großartig, von oben auf die blaue Oberfläche des von Moorrändern gesäumten Sees hinabzublicken, der im Wind zitterte. Unser zweites Ziel, Särkjärvi („Rotaugensee“), enthüllte sich uns durch die Schatten des Uferwaldes.

Pohjaton
Särkjärvi

Naturstille und die Schönheit des morschen Holzes

Das Gelände ist klassischer südfinnischer Misch- und Nadelwald, doch eines hat mich besonders beeindruckt: Die Natur darf sich hier selbst überlassen werden. Stellenweise sahen wir reichlich Totholz – umgefallene, vermodernde Bäume –, was mich sehr gefreut hat. Es ist wohltuend, einen Wald zu sehen, in dem keine Kahlschläge stattgefunden haben und die Bäume in ihrem eigenen Tempo wachsen und fallen dürfen. Der Metsäkoivula-Pfad liegt zwar nicht in einem offiziellen Naturschutzgebiet, doch ich hoffe von Herzen, dass die Forstwirtschaft in diese Landschaft niemals Einzug hält.

Eine Pause am Bach

Versteckt in einer Felsenschlucht, etwa hundert Meter abseits des Hauptpfades, befindet sich ein wunderbarer Lagerfeuerplatz am kleinen Pontikkapuro („Mondscheinbach“). Er verfügt über eine schöne Holzunterstand und einen Feuerring. Ein Hinweis an alle: Bitte prüft vor dem Entzünden eines Feuers immer die aktuellen Waldbrandwarnungen auf der Website des Finnischen Meteorologischen Instituts. Wenn eine Warnung gilt, sind Feuer auch an diesem Platz streng verboten.

Der Sommer 2026 hat in Finnland sehr trocken begonnen, und in unserer Region Südwestfinnland gelten derzeit Warnungen. Da die Internetverbindung auf dem Metsäkoivula-Pfad sehr unzuverlässig ist – und an mehreren Stellen gar nicht vorhanden –, solltet ihr den Status unbedingt vor dem Aufbruch in den Wald prüfen. Wenn Feuer verboten sind, sind eine Thermoskanne oder ein tragbarer Campingkocher (wie ein Trangia) hervorragende Alternativen für ein warmes Mittagessen. Bitte beachten: Die Verwendung von Reisigkochern ist bei Waldbrandwarnungen wegen Funkenflugsgefahr verboten.

Wenn Feuer erlaubt sind, verwendet bitte ausschließlich das bereitgestellte Brennholz und lasst das natürliche Holz vollständig in Ruhe. Bitte geht rücksichtsvoll vor und verwendet das Holz sparsam; zum Aufwärmen und Kochen eurer Snacks reicht schon eine kleine Menge.

Und denkt daran: Was ihr in den Wald tragen könnt, solltet ihr auch wieder heraustragen können. Müllfreies Wandern ist eine Ehrensache!

Tipps für die Metsäkoivula-Runde:

  • Ausrüstung: Tragt wasserdichte und robuste Wanderschuhe oder Trailschuhe. Für die steilen Abschnitte braucht ihr guten Halt und Unterstützung, und der Pfad kann stellenweise nass sein.
  • Orientierung: Die Route ist gut mit blauen und roten Farbmarkierungen sowie Wegweisern ausgeschildert. Folgt einfach den Markierungen, und ihr könnt euch nicht verirren.
  • Wasser: Bringt ausreichend Trinkwasser mit.

Der Metsäkoivula-Pfad hat uns genau das gegeben, wonach wir gesucht haben: Ruhe, frische Luft und atemberaubende Landschaften. Ich empfehle diese Route wärmstens all jenen, die etwas anspruchsvolleres Gelände und die Atmosphäre eines unberührten Waldes schätzen.

Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) übersetzt.

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