Schöner Strand- und Ausflugsort in der Finnischen Seenplatte: Karjalankallio in Punkaharju, Savonlinna
In Punkaharju, einer der offiziellen Nationallandschaften Finnlands, gibt es einen Ort, an dem sich glatte Felsen sanft und gleichmäßig in das klare Wasser des Puruvesi-Sees neigen. Weiter oben am bewaldeten Ufer steht eine Schutzhütte, die auch mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen erreichbar ist. Dieser Ort heißt Karjalankallio, „Der Felsen Kareliens“ – ein wunderschönes kleines Ausflugsziel, das durch seine weitgehende Barrierefreiheit alle Besucher herzlich willkommen heißt – selbst jene, deren Schritte sie nicht mehr so hoch hinauftragen.
- Parkplatz auf der Karte
- Barrierefreier Weg: 200 m in jede Richtung zur Schutzhütte; zusätzlich barrierefreie Rundwege von 1,4 km und 1,2 km
- Feuerstelle: ja, an der Schutzhütte
- Anreise mit dem Auto: Parkplatz Karjalankallio, Puistometsäntie, Savonlinna
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Lusto, Gehstrecke 2,1 km. Nächste Bushaltestelle „Harjutie“ (2,4 km), Busse aus Savonlinna.

Die Schutzhütte von Karjalankallio gehört zu den barrierefreien Zielen in Punkaharju. Sie liegt am bewaldeten Ufer des Puruvesi-Sees und ist ein wunderbarer Platz, um am Feuer eine kleine Mahlzeit zu genießen. Von hier zweigen zwei separate, aber anspruchsvolle barrierefreie Rundwege ab, die 1,2 km und 1,4 km lang sind. Zusammen bilden sie eine Acht, deren Kreuzungspunkt die Schutzhütte, das Holzlager und die barrierefreie Toilette markieren.
Wir erreichten den Parkplatz an einem Wochentagmorgen Ende August. Die beiden Behindertenparkplätze waren frei, und auf dem größeren Parkplatz standen nur wenige Autos. Die schmale Straße zum Parkplatz führte durch verschiedene Baumplantagen, die stellenweise eine fast unheimliche Stimmung erzeugten. Es war eine Erleichterung zu wissen, dass wir bald das Seeufer und die erfrischende Brise des Puruvesi-Sees erreichen würden.


Vom Parkplatz führte der barrierefreie Weg durch einen Kiefernwald in Richtung Schutzhütte und Seeufer.

Unser erster Halt war die Kreuzung der Rundwege und ein kleines Gebäude mit einem Holzschuppen an einem Ende und einer Komposttoilette am anderen. Durch den Uferwald war der Puruvesi-See bereits zu sehen.


Wir nahmen an, dass die meisten Leute Beeren und Pilze sammeln waren, denn an der Schutzhütte trafen wir nur auf eine einzelne Wanderin. Am Ufer vor der Schutzhütte standen ein paar Tische, die Gelegenheit boten, eine Mahlzeit zu genießen.


Wir hatten uns gerade im Hotel Kruunupuisto mit veganen Burgergerichten gestärkt – obwohl auch ein gesundes und reichhaltiges Mittagsbuffet angeboten wurde, hat uns diesmal das Fast Food verführt! – deshalb planten wir an diesem Punkt keine Zwischenmahlzeit.
Statt zu essen folgten wir dem Pfad, der zum felsigen Seeufer führte, das jedoch nicht barrierefrei ist.

Der breite Felsen am großen See war für mich eine neue Erfahrung, da ich an der Ostsee aufgewachsen bin und es gewohnt war, solche felsigen Ufer dort zu sehen. Es fühlte sich ungewohnt an, über glattes Gestein neben weit offenem Wasser zu gehen – ohne den Duft des Meeres!
Leider gab es Stellen, an denen illegale Lagerfeuer gemacht worden waren. Hitze und Flammen hatten die Felsoberfläche mit hässlichen, bleibenden Spuren gezeichnet. Wenn Feuer nur an der gepflegten Feuerstelle bei der Schutzhütte entzündet werden, trägt jeder Besucher dazu bei, die uralten Felsflächen zu bewahren. In Finnland sind offene Feuer ausschließlich an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt.


Die Insel Muuraissaari, die aus dem See herausragt, erinnerte mich an eine Mumin-Episode mit dem Titel „Pyöreä saari“ („Die runde Insel“), in der die Gruppe bei Ebbe zu einer Insel wandert und über Nacht festsitzt, als Flut und Sturm zurückkehren. Könnte in den dunklen Nachtstunden aus dem Herzen der Insel ein Wasserstrahl und rot leuchtende Amethyste entspringen?

Hinter Muuraissaari sahen wir Regen über den Horizont ziehen. Er färbte die Luft in einen nebligen, hellen Ton und verlieh der Landschaft eine feine dreidimensionale Tiefe.


Ich kann Karjalankallio wärmstens empfehlen – selbst für Gruppen vom Baby bis zu den Großeltern. Der barrierefreie Weg zur Schutzhütte erleichtert den Zugang erheblich und eignet sich auch für Kinderwagen oder Rollatoren. Von der Schutzhütte bis zum Ufer ist etwas mehr Beweglichkeit gefragt, doch die Strecke ist kurz – jeder kann für sich entscheiden, ob er sie bewältigen möchte.
Von Punkaharju setzten wir unsere Reise zunächst nach Kitee fort und übernachteten dann in Uukuniemi. Über das historische, verlassene Dorf Uukuniemi werde ich später noch mehr schreiben.
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