Reiseziel Vöyri – Heimatort der aus dem Eurovision Song Contest bekannten Band KAJ in Finnland! Teil 4/4

Artikel: Mari und Mika Leijo

Die Gemeinde Vöyri und ihre Umgebung bieten eine wunderbar abwechslungsreiche Region für Naturliebhaber. Obwohl wir vom 7. bis 14. Juni 2025 eine ganze Woche dort verbrachten, konnten wir nur an der Oberfläche dessen kratzen, was die Gegend zu bieten hat. Doch in dieser Woche haben wir viele schöne Orte kennengelernt, die ich in dieser Artikelserie vorstellen werde. Dazu gehören die historische Stätte Vitmossen, der Küstenwanderweg auf Västerö, das malerische Kimo-Eisenwerk und der landschaftlich reizvolle Pfad bei Kovik.

Tag 6 der Wanderung

Strand von Storsand, Nykarleby

  • Lage auf der Karte
  • Adresse: Storsandintie 348
  • Wanderwege von 4, 5, 6 und 7 km Länge
  • Feuerstelle

Am Donnerstag fuhren wir etwa 40 km von unserer Unterkunft, Lillstugan in Vöyri, nach Storsand in Nykarleby, wo wir einen langen, nach Norden geöffneten Sandstrand vorfanden. Der Wind wehte an diesem Tag recht kräftig aus Norden, also zog ich einen zweiten Wollpullover an, um eine Weile stehen und den weiten Blick genießen zu können. Es versteht sich von selbst, dass wir den Strand ganz für uns allein hatten.

Wir gingen weiter zum Ausgangspunkt der Wanderwege, wo es auch die Möglichkeit gab, ein Feuer zu machen. Unsere belegten Brote mussten jedoch nicht erwärmt werden, daher setzten wir uns einfach für eine Weile an einen Tisch.

Wir hatten geplant, dem grünen Weg zu folgen. Auf der Karte war jedoch vermerkt, dass dieser Weg geändert worden sei, man ihm aber anhand der Pfeile folgen könne. Es war nirgends angegeben, ob die Länge des grünen Weges gleichgeblieben war, und wir entdeckten auch keine Karte mit den Änderungen. So machten wir uns auf den Weg, orientierten uns teils an den Kartenmarkierungen, teils an den Pfeilen im Gelände und teils an den alten Wegweisern. Im Großen und Ganzen folgten wir der alten grünen Route.

Unterwegs machten wir einen Abstecher zum Rastplatz Ladon, der 200 Meter abseits des Hauptweges lag. Dort fanden wir eine sandige Lichtung, die von Flechten bedeckt war und auf der ein paar Baumstämme als Sitzgelegenheiten dienten. Da das Wetter herrlich war, blieben wir eine ganze Weile dort und genossen die Stille. Nur das Rauschen des Meeres und der Gesang der Vögel waren zu hören. Am Rand der Lichtung stand eine gepflegte Blockhütte – ideal für eine Pause bei schlechtem Wetter.

Als wir zurückkamen, saß ich im Auto, aß meinen Snack und betrachtete die Wanderkarte vor mir. Plötzlich fiel mein Blick auf ein Blatt Papier oberhalb der Karte, und ich stieg aus, um zu sehen, was es war. Da war sie – die Karte mit den Änderungen der Wanderwege, und in einem nahegelegenen Briefkasten dieselbe Karte in größerem Format. Daraus ging hervor, dass einige Brücken von den alten Wegen entfernt worden waren – und das hatten wir tatsächlich gemerkt… Hätten wir diese Karte vor dem Aufbruch gesehen, wären wir auf den markierten Wegen geblieben. Das Gelände ist ausgezeichnet zum Wandern, und die lichten Wälder machen das Gehen dort besonders angenehm.

Das Schlachtfeld von Oravainen

Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft hielten wir am Schlachtfeld von Oravainen (Taistelutantereentie 130). Hier trafen am 14. September 1808 die russischen Truppen auf die schwedisch-finnische Armee. Die Schlacht war heftig, und etwa 1.800 Soldaten verloren auf dem Feld ihr Leben. Von dem Hügel, auf dem Generalleutnant Adlercreutz die Schlacht leitete, kann man heute an einem Tisch sitzen und über die grünen, gepflegten Felder blicken.

Johan Ludvig Runeberg schrieb in Versform über die Schlacht von Oravainen in seinem Werk Die Erzählungen des Fähnrichs Stål. Direkt neben dem Schlachtfeld steht heute das Fähnrich-Stål-Zentrum, das im Sommer geöffnet ist. Zum Gelände gehören das aus einem nahegelegenen Dorf versetzte Quartiermeisterhaus sowie mehrere weitere historische Gebäude. Die Historische Gesellschaft von Oravainen stellt im Rahmen von Führungen den Verlauf des Krieges und die Lebensbedingungen der Soldaten vor.

Tag 7 – der letzte Tag der Wanderung

Wanderweg Kovik, Kovik vandringsleden

  • Lage auf der Karte
  • Adresse: Kovik byväg 121
  • 3 km langer Rundweg
  • Feuer machen verboten, sämtlicher Müll ist aus der Natur mitzunehmen

Als wir auf der Straße Vöyrintie unterwegs waren, fiel mir ein Hinweisschild am Straßenrand mit der Aufschrift „Kovik vandringsleden“ auf, das ich auf Vöyris Website nicht gefunden hatte. Natürlich musste ich mir das ansehen. Nachdem die Häuser des Dorfes endeten, tauchte bald eine Wandertafel am Straßenrand auf (Kovik byväg 121), daneben ein kleiner Parkplatz für ein paar Autos. Dieser lag nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt. Der Weg existiert bereits seit 40 Jahren, wurde aber offiziell erst in dieser Woche eröffnet!

Der drei Kilometer lange Rundweg führt durch abwechslungsreiches Gelände. Zehn Informationstafeln entlang der Strecke erzählen die Geschichte des Dorfes. Schon bald erreichten wir mit Flechten bewachsene Klippen.

Die gelben Wegmarkierungen waren sehr gut sichtbar und in kurzen Abständen angebracht.

Der empfohlene Rastplatz war Myrberget (in der Nähe von Punkt 6), und der dortige „Tanzfelsen“ war ein idealer Ort, um eine Weile zu verweilen. Auf dem Weg ist das Entzünden von Feuer verboten, und es gilt das Prinzip „kein Müll in der Natur“.

Über die Bäche wurden Brücken gebaut. Eine Informationstafel berichtete, dass hier bereits in den 1770er-Jahren eine Mühle erwähnt wurde. Von den Ruinen ist inzwischen nichts mehr zu sehen, da die Vegetation alles überwuchert hat, doch das Murmeln des Baches war deutlich zu hören.

Der Wanderweg Kovik war wirklich bezaubernd und absolut empfehlenswert. Unterwegs begegnete uns niemand, doch auf dem Parkplatz war inzwischen ein weiteres Auto hinzugekommen.

Die Woche neigte sich dem Ende zu, und der Freitag war gekommen. Den Abend verbrachten wir in der Sauna und mit dem Packen unserer Sachen. Am Samstagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück nach Hause.

Vöyri hatte so viel zu bieten, dass eine Woche kaum ausreichte, um alles zu entdecken. Auch zu Hause gingen meine Gedanken immer wieder nach Vöyri zurück, denn meine Morgenlektüre war der erste Teil der Botnia-Trilogie von Ann-Luise Bertell, die in Vöyri aufgewachsen ist. Das Buch basiert auf dem Leben der Großmutter mütterlicherseits der Autorin, ist jedoch frei erfunden. Die Geschichte folgt der jungen, in Vöyri geborenen Maria nach Kanada, wo sie auf ein besseres Leben hofft, und bringt sie rund zwanzig Jahre später zurück. Viele Menschen verließen damals ihre Heimat – mehr als die Hälfte aller finnischen Auswanderer stammte aus Österbotten – und dies hinterließ Spuren, nicht nur bei denen, die gingen, sondern auch bei denen, die blieben.

Der Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt.

Alle Teile der Artikelserie:

Reiseziel Vöyri – Heimatort der aus dem Eurovision Song Contest bekannten Band KAJ in Finnland! Teil 1 von 4

Reiseziel Vöyri – Heimatort der aus dem Eurovision Song Contest bekannten Band KAJ in Finnland! Teil 2/4

Reiseziel Vöyri – Heimatort der aus dem Eurovision Song Contest bekannten Band KAJ in Finnland! Teil 3/4

Reiseziel Vöyri – Heimatort der aus dem Eurovision Song Contest bekannten Band KAJ in Finnland! Teil 4/4

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