Ich trat vom Weg ab und entdeckte die Schönheit der finnischen Natur
Der gewundene Waldboden, geschmückt mit weißrindigen Birken, lud mich ein, den Pfad zu verlassen, in die Natur einzutauchen und zu sehen, ob sich irgendwo Preiselbeeren finden ließen. Der Abend dämmerte bereits, die Sonne glühte noch am Horizont, doch es war klar, dass ihre Zeit zu gehen bald gekommen war.
Möchtest du so etwas erleben? Wir würden uns freuen, dich mit in den Wald zu nehmen – vielleicht zu einer Beeren- und Pilzsammel-Tour oder zu unserer geführten Tour durch den Mythischen Wald in der Nähe von Helsinki.
Ein paar Preiselbeeren hier, drei weitere dort. Ich war allein, in vollkommener Stille. Ich ließ mich von den Beeren leiten und setzte meine Schritte genau dorthin, wohin sie mich führten. Es war eine Freude, durch diesen Wald zu gehen – ein Wald, der nicht versuchte, mich zu verwirren oder stolpern zu lassen. Er erlaubte mir einfach, seine Beeren zu genießen, die frische Herbstluft zu atmen, den Duft der fallenden Blätter wahrzunehmen und den Moment der Entdeckung zu erleben, wenn meine Finger plötzlich auf eine verborgene Ansammlung praller, fester Preiselbeeren stießen, deren Schale mit einem köstlichen Knacken zwischen meinen Zähnen zerbrach.

Ein leises Rascheln erreichte mein Ohr, und mein Blick hob sich. Vor mir stand eine prächtige Espe, noch fast vollständig in ihr Blätterkleid gehüllt, die im sanften Abendwind flüsterte, sodass ihr leiser Gesang weit zu hören war. Ich umrundete den Baum und legte meine Hand auf seine Rinde. An einer alten Espe geht man nicht einfach vorbei, ohne sie zu berühren. Tiefe Rillen, eine Oberfläche voller Leben – die Finger möchten sie spüren, die Nase zieht es näher heran, um ihren Duft aufzunehmen, die Augen schärfen sich, um die lebhaften Muster auf der dunklen Rinde zu erkunden. Eine Espe trägt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das so vieler anderer – Pilze und Flechten, Moose und winzige Lebewesen. Eine alte Espe ist wie eine eigene kleine Welt im weiten Universum des Waldes.



Seltsam geformte Baumpilze wuchsen an ihrem Stamm, fest in den Ritzen verankert, nicht weit von der Rinde abstehend – als hätten sie in diesen Spalten einen gemütlichen und sicheren Platz gefunden. Eine tiefe Furche zog sich den Stamm hinab und verschwand in der Erde, und selbst in dieser verborgenen Spalte lebte etwas, tief im Inneren des Baumes.

Der Herbstwind, der den ganzen Tag fröhlich über die Wälder gefegt und fast alle anderen Laubbäume entkleidet hatte, konnte dieser Espe nichts anhaben. Er brachte sie nur zum Singen und ließ den Wald erklingen, als wollte sie ihre Blätter noch nicht loslassen. Doch einige hatte sie verstreut, zum Vergnügen des Waldes um sie herum – ihr ausladender Fichten-Nachbar war mit den farbenprächtigsten Blättern geschmückt. Ein bezaubernder Anblick. Die Fichte trug zwar nicht mehr ihre dichten Nadelbüschel, doch die goldenen Blätter der Espe hatten sie wunderschön verziert. Die Fichte war sicher hocherfreut.


Ganz in der Nähe stand eine weitere Fichte – schwarz und silbern –, oder besser gesagt, sie lehnte sich nun in ihren Fall hinein. Sie hatte ihre Nadeln abgegeben und erlaubte einer dichten, kohlschwarzen Flechtenbart, sich von ihren Wurzeln bis zur Spitze auszubreiten. Und doch war sie noch hochgewachsen, und zusammen mit der leuchtenden Espe bildete sie ein beeindruckendes Paar.
Der ganze Wald war wunderschön – eine Mischung aus jungen und alten Bäumen, voller Leben, die in Frieden und Harmonie miteinander existierten.



Ich dachte daran, auf die Sterne zu warten und später zurückzukehren, um die Espe unter dem Nachthimmel zu fotografieren. Ich wollte dieses lebendige Wesen unserer Erde zusammen mit der Weite des Universums festhalten – ein winziger Teil des Kosmos in Form eines Waldes und der größere Teil darüber, hoch oben in den Himmeln. Stell dir vor – unser Planet sieht so aus! Hier raschelt der Wind durch goldene Espenblätter unter einem tiefblauen Himmel, und Pilze sitzen zufrieden in den Ritzen des Baumes und beobachten, wie ein wandernder Mensch innehält, um Beeren zu essen und voller Ehrfurcht den Wald zu bestaunen. Nicht viele Planeten haben eine solche Szenerie – zumindest soweit wir wissen.

Gegen zehn Uhr war die Dunkelheit perfekt, und die Sterne waren erschienen. Ich machte mich auf den Weg in den Wald. Selbst mit meiner Taschenlampe war es schwer auszumachen, wo genau die Espe stand… Der helle Strahl warf scharfe, wild flackernde Schatten von verdrehten Ästen um mich herum und verschluckte alles andere aus meinem Blickfeld. Es fühlte sich unheimlich an. Ich schaltete das Licht aus, und sofort kehrte eine tiefe Ruhe zurück. Es schien, als könnte ich meine Umgebung nun viel klarer wahrnehmen, ohne dass der rastlose Lichtstrahl den Moment störte. Ich wusste, dass es nichts zu fürchten gab im Wald.
Ich lauschte. Der Wind bewegte sich noch immer durch die Bäume, und das leise Rascheln der Blätter führte mich zur Espe. Dort stand sie, wunderschön unter dem sternenklaren Himmel, in ihrem eigenen, zauberhaften Wald, während der Mond nun langsam über die Baumwipfel am Fluss emporstieg.


Ich blieb eine halbe Stunde dort, lauschte dem Gesang der Blätter und betrachtete die Milchstraße sowie den immer heller werdenden Mond. Sein Schein tauchte den Wald bald in ein sanftes, weiches Licht – so ganz anders als das harte, blendende Licht der Taschenlampe. Ein Auto fuhr vorbei, dann noch eins. Es war ein tröstlicher Gedanke, dass diese Menschen keine Ahnung hatten, dass ich hier war, verborgen hinter der Espe, die Dunkelheit genießend, in der stillen Gegenwart des Waldes. Ich hatte ihn ganz für mich allein, nur wir beide, ohne dass irgendjemand etwas ahnte.
Dieser Text wurde mithilfe einer KI ins Deutsche übersetzt.
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