Ein majestätischer Riese: Die Rotomänty-Kiefer von Salo
Die große, wunderschöne Stadt Salo erwacht sanft aus dem Winterschlaf. Auf Finnisch bedeutet salo „weiter, unberührter Wald“, und diesem Namen macht die Küstenstadt zwischen Turku und Helsinki alle Ehre – es mangelt ihr nicht an ausgedehnten Wäldern. Beim Durchsehen einer topografischen Karte in der Nähe der Dörfer Kisko und Suomusjärvi stieß ich auf etwas Interessantes: ein Stern auf der Karte, daneben eine verlockende grüne Beschriftung: „Rotomänty Rauh.“ – was so viel heißt wie Rotomänty-Kiefer, geschützt.

Der Frühlingsabend war sonnig, und im Zwielicht wurde das Sonnenlicht warm und schräg. Meine Mutter und ich fuhren zum östlichen Ende des Lahnajärvi-Sees, um uns anzuschauen, wie dieser Rotomänty aussieht.
Mänty bedeutet auf Finnisch „Kiefer“, doch unterwegs rätselten wir über die Bedeutung des Wortes roto. Keiner von uns kannte eine genaue Definition. Neben dem Baum erhebt sich ein Hügel namens Rotonmäki („Roto-Hügel“), und laut einer Quelle stammt das Wort roto möglicherweise aus dem Inari-Samischen und bedeutet „Laubwald“. Eine andere Quelle behauptet, roto beziehe sich auf eine „erblich bedingte Exzellenz“ des Baumes. Ob das stimmt oder die wahre Erklärung eine ganz andere ist, kann ich nicht sagen.
Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass der Baum sogar mit einem Schleifenquadrat-Symbol markiert war – in Finnland kennzeichnet das einen allgemeinen Besichtigungspunkt.

Mir blieb vor Staunen der Mund offen stehen, und ich musste den Kopf so weit in den Nacken legen, wie es nur ging: Wow – was für ein Baum.

Der Rotomänty stand im warmen Licht der Abendsonne da, wie ein wahrer Herrscher des Waldes. In nur wenigen Jahrhunderten hat er einen gewaltigen, geraden Stamm entwickelt, dessen Krone bis in den Himmel ragt. Diese Kiefer sah nie die Notwendigkeit für Krümmungen oder Windungen – weder im Stamm noch in den Ästen. Sie wuchs einfach gerade in die Höhe und entwickelte kräftige Seitenäste.

Ich umarmte den Baum. Es war unmöglich, es nicht zu tun – allein um zu spüren, wie viel von seinem dicken Stamm über meine Reichweite hinausging. Ich drückte mein Ohr gegen die Rinde und ertastete ihre Struktur mit meinen Händen und meiner Wange. Unter meinen Fingerspitzen und meinem Ohr knisterte die Borke leise.
Das Gefühl war warm, beständig – etwas Ewiges. Dieser Baum hat viel gesehen und lange gelebt, doch er wirkte kein bisschen müde – er war voller Lebenskraft.

Sein Stamm ist durch eine dicke Schicht von Plattenborke geschützt. An einigen Stellen befanden sich runde, schwarze Löcher – ein Zeichen dafür, dass dieser Riesenbaum immer noch von den kleinsten Waldbewohnern genutzt wird. Davon zeugten auch zahlreiche Spuren rund um seinen Fuß. Die Borke selbst war jedoch unversehrt, was mich sehr erleichterte und erfreute – man müsste schon ein besonderer Idiot sein, um diesem Baum etwas einzuritzen.

Meine Mutter recherchierte vor Ort einige Informationen über den Baum. Demnach ist er 18 Meter hoch und wird auf etwa 200 Jahre geschätzt. Der Baum wurde 1959 unter Schutz gestellt.

Der Rotomänty ist nur ein kurzer Abstecher von der Autobahn Turku–Helsinki an der Ausfahrt Lahnajärvi entfernt. Der letzte Abschnitt führt über eine kurze Schotterstraße, die bei unserem Besuch in gutem Zustand war. Neben dem Baum gibt es einen kleinen Parkplatz. Vor Ort gibt es außer dem Wegweiser keine weiteren Informationen.
Der Artikel wurde mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz aus dem Finnischen übersetzt.
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