14 Anzeichen, dass der Herbst in finnischen Haushalten und im finnischen Alltag angekommen ist

Als ich heute Morgen meine Wollsocken anzog, wurde mir schlagartig klar: Der Herbst ist eindeutig da. Also habe ich mich hingesetzt und eine Liste mit einigen wirklich traditionellen finnischen Anzeichen der Jahreszeit zusammengestellt – Dinge, die überall in Finnland gelten, auch wenn sich die praktischen Details der Herbstvorbereitung je nach Wohnform etwas unterscheiden.

1. Die Wollsocken kommen aus dem Schrank

Handgestrickte Wollsocken sind in Finnland fast schon ein nationales Symbol. Viele Finnen haben ihr erstes, zweites und sogar drittes Paar Wollsocken von der Großmutter oder Mutter geschenkt bekommen, und Wollsocken sind ein wirklich beliebtes Weihnachtsgeschenk. Sie werden drinnen oft fast das ganze Jahr über getragen (besonders in älteren Häusern können die Böden selbst im Sommer kühl sein), aber spätestens im Herbst wandern sie aus der hintersten Ecke des Schranks zurück in den täglichen Gebrauch. Wollsocken sind häufig bunt und gemustert. Man findet sie zum Beispiel auf Marktständen.

2. Die Gummistiefel erscheinen im Flur

Der finnische Herbst wird schnell regnerisch und später auch matschig, sodass Gummistiefel zum wichtigsten Schuhwerk im Flur werden. Ein gutes Paar Gummistiefel eignet sich auch hervorragend für Pilz- und Beerenausflüge, Gänge zum Briefkasten, Wanderungen und Gartenarbeit. Gummistiefel werden meist so gekauft, dass zusätzlich zu normalen Socken noch Wollsocken darunter passen. In manchen Jahren funktioniert die Kombination aus Wollsocken und Gummistiefeln bis weit in den Winter hinein.

Übrigens: Wenn es draußen matschig und nass wird, versteht auch der letzte Zweifler, warum Finnen (und Nordeuropäer im Allgemeinen) ihre Schuhe immer im Flur ausziehen, wenn sie nach Hause kommen!

3. Das Reflektoren-Arsenal wird hervorgeholt

Viele Finnen wissen, dass ein Reflektor eine der günstigsten und besten Lebensversicherungen ist, die es gibt. Finnische Herbste (und oft auch Winter, wenn kein Schnee liegt) sind wirklich dunkel, und obwohl Städte Straßenlaternen haben, kann es für Autofahrer extrem schwer sein, einen Fußgänger oder Radfahrer ohne Reflektor zu erkennen.

Der klassische Reflektor ist ein kleines Plastikteil, das an Jacke oder Tasche befestigt wird und Autoscheinwerfer sehr effektiv reflektiert. Übrigens eine finnische Erfindung! Es gibt auch Accessoires aus reflektierendem Stoff, wie Rucksäcke, Taschen und Handschuhe. Viele bevorzugen eine reflektierende Weste, die man leicht und unkompliziert überziehen kann, bevor man aus dem Haus geht. Vielleicht nicht der modischste Look der Welt, aber sie hilft, am Leben zu bleiben.

Reflektoren zu tragen ist eine Sicherheitsmaßnahme, die relevant wird, sobald die Tage kürzer werden. In Finnland fragen wir uns manchmal, warum Reflektoren nicht überall auf der Welt Standard sind – schließlich wird es doch überall irgendwann dunkel, oder?

4. Der Kleiderschrank wird umsortiert

Da Finnen ihre Sommer- und Winterkleidung klar getrennt aufbewahren, sortieren viele im Herbst ihren Kleiderschrank neu. Zumindest die leichteste Sommerkleidung wird eingelagert, auch wenn manche kühleren Sommersachen noch bis in den Herbst hinein nützlich sein können. Man holt die Übergangskleidung nach vorne im Schrank: windabweisende Jacken, dünne Mützen und wasserdichte Schuhe. Später im Herbst kommt dann auch wärmere Winterkleidung (Daunenjacken und Wollmützen) zum Vorschein.

5. Beeren, Pilze und die Kuchen, die daraus entstehen

Der Herbst ist die Hochsaison der Sammelkultur in Finnland. Das „Jedermannsrecht“ erlaubt es jedem, in jedem Wald Beeren und Pilze zu sammeln. Viele Familien füllen ihre Gefriertruhen mit Preiselbeeren und Blaubeeren für den Winter, und Pilzkörbe (oft traditionelle Weidenkörbe, da Plastiktüten Pilze verderben) trocknen nach einer Sammeltour im Flur. Die gesammelten Beeren und Pilze werden oft zu Kuchen verbacken oder in anderen Gerichten verwendet. Beeren lassen sich auch einfrieren oder zu Saftkonzentrat und Marmelade verarbeiten. Pilze können neben dem Einfrieren auch getrocknet oder eingelegt werden.

6. Die ersten Holzscheite kommen in den Korb

Viele finnische Einfamilienhäuser haben einen Kamin oder einen holzbeheizten Saunaofen, und Holzheizung fühlt sich im Herbst und Winter besonders notwendig (und gemütlich!) an. Im Herbst kaufen viele Brennholz für ihren Holzschuppen, um sich für den Winter einzudecken; andere haben vielleicht schon im vorherigen Winter ein oder zwei Bäume auf dem eigenen Grundstück für den späteren Gebrauch gefällt. Den Holzkorb zu füllen und die ersten Ladungen Holz hereinzutragen, ist eine konkrete Art, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

7. Der herrlich frische Duft im Freien

Die Herbstluft hat einen unverkennbaren Charakter: Die Mischung aus feuchter Erde, verrottendem Laub und kühler Luft empfinden viele Menschen als belebend, ja sogar beruhigend. Herbstliebhaber zählen diesen Duft zu den schönsten Seiten der Jahreszeit, und er wird oft mit Waldspaziergängen und Pilzsammeltouren in Verbindung gebracht. Am besten riecht es morgens, in dem Moment, in dem man von drinnen nach draußen tritt. Es ist die Art von Duft, bei der man innehalten und kurz die Augen schließen möchte, denn dieser besondere Duft hält nicht lange an, bevor der Winter kommt.

8. Die Dämmerung kommt früher, und Vitamin-D-Präparate erscheinen in der Küche

An bewölkten, verregneten Septembertagen bricht die Dämmerung bereits am späten Nachmittag herein, und mit jeder Woche wird es früher dunkel. Das wirkt sich auf die Stimmung vieler Menschen aus. Nicht jeder liebt den Herbst: Manche leiden unter dem umgangssprachlich „kaamosmasennus“ genannten Phänomen (Polarnacht-Depression), obwohl Finnland südlich von Rovaniemi streng genommen keine Polarnacht erlebt.

Das Tageslicht wird so knapp, dass offiziell empfohlen wird, den ganzen Winter über Vitamin-D-Präparate einzunehmen, und viele tun dies gewissenhaft. In Finnland wird Vitamin D außerdem häufig vielen Milch- und Pflanzendrink-Produkten zugesetzt.

9. Es wird drinnen gemütlich: Teezeit und Netflix-Saison beginnen

Da die Bedingungen draußen mit Regen und Dunkelheit schlechter werden, verlagert sich der Alltag der Finnen spürbar nach drinnen. Teetassen, Snacks und Kerzen erscheinen auf dem Couchtisch, weiche Decken werden auf Sofas gestapelt, und die Abende werden zunehmend zu Hause mit Büchern, Fernsehen oder Streamingdiensten verbracht. Das kalte, nasse Wetter draußen lässt die Wärme, Trockenheit und Weichheit des Sofas besonders wunderbar erscheinen.

Dies wird oft „kotoilu“ genannt – ein Begriff, der tief in der finnischen Kultur verwurzelt ist und bedeutet, bewusst das Zuhause zu genießen, nicht nur gezwungenermaßen drinnen zu bleiben. Während im Sommer nach der Arbeit meist noch Zeit für einen sonnigen Ausflug bleibt, ist es im Herbst bei Feierabend bereits dunkel, sodass Tageslicht-Ausflüge meist auf freie Tage verschoben werden müssen.

10. Die Winterreifensaison rückt näher

Das finnische Gesetz schreibt Winterreifen vor. Viele Finnen wechseln ihre Reifen selbst auf dem eigenen Hof; andere lassen sie professionell wechseln. Jedes Jahr wiederholt sich dieselbe Geschichte in den Nachrichten: „Der Winter hat die Autofahrer überrascht.“ Das bedeutet, dass die ersten eisigen Bedingungen unweigerlich eintreten, während viele Fahrer noch Sommerreifen aufhaben – was im schlimmsten Fall zu Massenkarambolagen führen kann. Zum traditionellen Herbst eines finnischen Autofahrers gehört meist eine kleine Portion Nervenkitzel: Könnte es über Nacht schon unter null Grad fallen, während das Auto noch auf Sommerreifen steht – und schaffe ich es morgens überhaupt zur Arbeit?

11. Morgenfrost auf der Windschutzscheibe

Die ersten frostigen Nächte bringen Raureif mit sich, der die Windschutzscheibe des Autos mit einer dünnen Eisschicht überzieht. In der Praxis bedeutet das, dass man morgens vor der Arbeit zusätzliche Zeit zum Freikratzen der Scheibe einplanen muss. Viele haben immer einen Eiskratzer im Auto, denn auch eine Parkscheibe eignet sich zur Not gut für diesen Zweck. Das ist auch ein guter Zeitpunkt, das Auto allgemein winterfest zu machen: Neben Winterreifen und Eiskratzer lohnt es sich, auf eine Warnweste, ein Warndreieck und warme Wechselkleidung im Auto zu achten.

12. Ruska, die herbstliche Laubfärbung

Ruska bezeichnet die herbstliche Verfärbung der Laubbäume in Gelb-, Orange- und Rottönen, besonders Ende September und Anfang Oktober. Besonders spektakulär ist sie in Lappland und den Fjellregionen, wohin Menschen extra anreisen, um sie zu sehen. Finnen unternehmen „Ruska-Reisen“, um das Farbenspiel vor der Ankunft des Schnees zu bewundern. Auch Südfinnland, sogar Helsinki, bietet wirklich schöne Ruska, zum Beispiel auf Suomenlinna. Die Ruska ist jedes Jahr etwas anders: Mal sind die Farben intensiver, mal gedämpfter.

13. Das tägliche Ratespiel, was man anziehen soll

Das finnische Herbstwetter ist unberechenbar! Ein Morgen kann bitterkalt sein, und am Nachmittag kommt man ins Schwitzen. Diese Schwierigkeit bei der Kleiderwahl zeigt sich oft auf der Straße: Die eine Person stapft in einer dicken Herbstjacke entlang, während eine andere in T-Shirt und Shorts vorbeigeht. Wahrscheinlich bereuen beide ihre Wahl. Man muss nur im Herbst die Menschen auf der Straße beobachten, dann sieht man es!

Am besten bereitet man sich auf ein bisschen von allem vor: morgens warm anziehen, darunter leichtere Schichten, die auch funktionieren, falls es nachmittags warm wird. Shell-Jacken eignen sich für den finnischen Herbst oft gut, da sie meist auch Wind und Regen abhalten. Eine dünne Mütze sollte man immer griffbereit haben (man kann sie zur Not sogar als Pilzkorb benutzen, falls man sie gerade nicht zum Warmhalten des Kopfes braucht).

14. Herbst-Gemeinschaftstag in Wohnungsgenossenschaften

Finnische Wohnungsgenossenschaften veranstalten traditionell im Herbst „talkoot“ – einen gemeinsamen, freiwilligen Arbeitstag, an dem die Bewohner den Hof aufräumen, Laub harken, heruntergefallene Äpfel einsammeln und die Gemeinschaftsflächen winterfest machen. Anschließend gibt es oft Würstchen und Saft oder Kaffee vom Grill. Dies ist eine wichtige Tradition, die den Gemeinschaftssinn in der finnischen Wohnkultur stärkt.

Diese Übersetzung wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und kann Fehler enthalten.

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