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Ein Hanami-Spaziergang durch den Wald: Gedanken über das Beobachten und Genießen der Frühlingsblüten

Der japanische Begriff „Hanami“ wird oft mit der Bewunderung von Kirschblüten assoziiert, doch das Wort bezeichnet im weiteren Sinne die Wertschätzung und den Genuss von Blumen im Allgemeinen. Auch in Finnland gibt es hier und dort Kirschbäume und Kirschhaine, deren Blüte ein prächtiger — wenngleich flüchtiger — Anblick ist. Ein etwas längeres Zeitfenster für die Blumenbetrachtung bieten Frühlingswald-Wildblumenwiesen, wie etwa viele Laubwälder, in denen sich zu dieser Jahreszeit Blütenteppiche in atemberaubender Schönheit ausbreiten. Letztes Wochenende unternahm ich mit meinen Eltern in unserer Heimatstadt Salo einen Frühlingsblumenspaziergang. Meine Gedanken schweiften umher und nahmen viele kleine Dinge wahr, die zusammen aus einem so schlichten Ausflug etwas Großes entstehen lassen.

Die Fotos stammen aus dem Vaisakko-Hain in Salo.

Achtsame Bewunderung

Durch meine Arbeit hatte ich die Gelegenheit, Forschungsergebnisse zu lesen, die zeigen, dass das bewusste Betrachten von Naturdetails die erholsamen Wirkungen der Natur noch weiter verstärkt. Innezuhalten und selbst die kleinsten Wunder der Natur in sich aufzunehmen, hilft uns, immer mehr Schönheit und Staunen wahrzunehmen — und es hilft dabei, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken: Man darf sich als Teil von etwas Weitem und Schönem fühlen — der Vielfalt der Natur selbst. Und doch: Wie oft gehen oder joggen wir einfach an einem Waldweg entlang, ohne wirklich etwas anzuschauen, ohne uns auf irgendetwas zu konzentrieren? Hanami bietet den perfekten Anlass und die perfekte Übung, um in der Natur langsamer zu werden. Weg mit Herzfrequenzmessern und Schrittzählern!

Auf diesem Waldspaziergang ließ ich meinen Blick über die tiefen Furchen alter Eichenstämme, die weißen und gelben Blüten der Windröschen, die pelzigen Hinterteile der Hummeln und das frische Grün junger Haselnussblätter wandern. Der Frühlingsausflug verlangsamte sich von einem Spaziergang zu einem Erlebnis, und dabei entstand eine neue und schöne Erinnerung — eine, die ich mit meiner lieben Mutter und meinem lieben Vater teilen durfte. Von solchen Momenten kann es im Leben nie zu viele geben.

Die Sinne erwecken (und auch ein paar Erinnerungen)

Nach der Farblosigkeit des Winters ist ein blühender Hain wie eine Schocktherapie für die Augen. Wenn Gehirne schnurren könnten, hätte meines gebrummt wie eine Katze, die sich in der Wärme des Sofas zusammengerollt hat. Die fünfzig Grautöne des Winters sind fünfzig Grüntönen gewichen, gekrönt von gelben, violetten, lilafarbenen und blauen Blüten.

Doch ein Frühlingshain schenkt noch mehr. Ich lauschte den baltischen Wellen, die ans Ufer brachen, den Möwen, Singdrosseln und dem Frühlingsgesang eines Buchfinken. Ich hörte, wie meine Mutter sich entspannte, als sie stehenblieb, die Augen schloss und tief die Frühlingsluft des Eichenwaldes einatmete. Ich lauschte den Erinnerungen meines Vaters an die Zeit, als wir am Rand des Hains entlangpaddelten und Eidechsen entdeckten, als ich noch ein kleines Kind war. Ich roch den Duft des Meeres, vermischt mit dem Wohlgeruch der Blumen. Ich bewunderte die zarten weißen Blüten des Sauerklee und erinnerte mich lebhaft daran, wie genau seine Blätter schmecken. Allein bei dem Gedanken lief mir das Wasser im Mund zusammen. Als Kind stopfte ich einmal eine Handvoll Sauerkleeblätter in den Mund — keine besonders angenehme Geschmackserfahrung, aber dennoch eine liebe Kindheitserinnerung.

Die Blumen schützen

Dies ist vielleicht die wichtigste Mahnung — eine, die man im Eifer des Gefechts leicht vergisst: Im Wald gehören Blumen dorthin, wo sie sind. Man braucht sie nicht zu pflücken, zu rupfen oder zu versetzen, und sie sollten nicht auf der Suche nach dem perfekten Foto zertrampelt werden. Windröschen, Leberblümchen, Scharbockskraut und andere Waldbodenblumen sind zerbrechliche und kostbare Kleinode genau dort, wo sie wachsen. Wenn wir auf den befestigten Wegen bleiben, können die Blumen an ihren Rändern wunderschön gedeihen, ohne unter Füßen zertreten zu werden. Frühlingswald-Wildblumengebiete sind beliebte Wanderziele, und wenn alle abseits der Wege gehen würden, gäbe es bald nichts mehr zu bewundern — nur einen zertrampelten, traurigen Fleck kahler Erde.

Ich bewunderte die unberührten, weitläufigen Blütenteppiche und den klaren Pfad, der sich durch sie hindurchzieht. Den Fußabdrücken nach zu urteilen, haben die Besucher sorgfältig darauf geachtet, auf dem Weg zu bleiben. Auch kein einziges Stück Abfall fand ich — nicht einmal eine Zigarettenkippe. Die Sauberkeit hob mir wirklich die Stimmung. Es gibt hier keine Mülleimer, und dennoch wissen die Menschen, ihren Abfall einzustecken und mitzunehmen.

Weitere schützenswerte Lebewesen am Boden

Unsere Gruppe hatte keine Haustiere dabei, aber wir begegneten einem Paar mit Hunden. Ich verspürte eine Welle der Erleichterung für die Wildtiere des Waldes, als ich sah, dass die Hunde an der Leine waren. Auf dem Waldboden und am Fuß von Sträuchern können Vögel nisten — winzige Zilpzalpe, komisch anzuschauende Waldschnepfen oder knopfäugige Haselhühner —, und der Boden kann voller kleiner Lebewesen sein, die zu eben jenem Ökosystem gehören, das wir gekommen waren zu bewundern. Haustiere der Menschen, so lieb und niedlich sie ihren Besitzern auch sind, gehören nicht zu diesem Ökosystem, und selbst in bester Absicht können sie brütenden Vögeln echten Schaden zufügen. Es ist daher wunderbar zu sehen, dass sie an der Leine gehalten werden und der Natur die Ruhe gönnen, die sie verdient.

Die Insekten wertschätzen

Insekten und Frühlingsblumen brauchen einander, und in einem geschützten Wald kann die Vielfalt beider bemerkenswert sein. Ich beobachtete die vorbeiziehenden Schmetterlinge und die fleißig zwischen den Blüten umherwuselnden Hummeln mit echter Zuneigung. Ein Urwald ist der Beweis dafür, dass selbst der kleinste Organismus ein unentbehrliches Teil des Puzzles aus Gleichgewicht und Fülle sein kann. Und in diesen kleinen Dingen geht es nicht nur um Insekten: Es hat etwas Beruhigendes und Schönes, die Konsolenpilze zu betrachten, die an der Seite eines umgestürzten Baumstamms wachsen, und darüber nachzudenken, wie sie das Holz langsam und friedlich abbauen und damit einen Lebensraum für unzählige andere Organismen schaffen.

Ich habe keine Lust, das Waldökosystem mit den als Insektenschutzmittel verkauften Neurotoxinen zu belasten — meine Lungen auch nicht. Zu dieser Jahreszeit gibt es noch keine Mücken, aber wenn sie auftauchen, kann man sich ohne Chemie schützen, indem man einfach lange Ärmel und lange Hosen trägt — was auch einen guten Schutz gegen Zecken bietet, also ein Gewinn für alle.

Die ganze Bandbreite des Tages

Wir hatten unseren Ausflug auf den Mittag gelegt, damit die Blumen vollständig geöffnet sein würden. Eine gute Entscheidung! Ein Meer aus Busch-Windröschen und Gelben Windröschen wogte in alle Richtungen prächtig dahin, jede Blüte weit geöffnet der warm scheinenden Maisonne entgegen, die hoch am Himmel stand. Dabei bin ich zuvor schon einmal in der Abenddämmerung durch diesen Hain gegangen, und die Atmosphäre war auf eine völlig andere Weise zauberhaft. Die Klangkulisse aus Möwen, Wind und Wellen hatte dem Ruf eines Waldkauzes und einer Amsel Platz gemacht, und statt schlafender Blumen zog meine Aufmerksamkeit die Silhouetten der gewaltigen Eichen auf sich, die im dämmernden Wald aufragten. Für Frühmorgen-Spaziergänge bin ich viel zu verschlafen, aber es wäre wunderschön, auch in den frühen Morgenstunden herzukommen, um zu beobachten, wie der Hain und seine Blumen einem neuen Tag erwachen. Zu dieser Jahreszeit fühlt sich jede Stunde des Tages so unverwechselbar als ihr eigene an.

Lektionen zur Naturverbundenheit über Generationen hinweg

Kinder sind wunderbare Naturbewunderer: Sie kauern sich sofort hin, fragen nach allem und bemerken Dinge, an denen ein Erwachsener leicht vorbeigehen würde. Ich habe keine eigenen Kinder, aber ich habe versucht, mein inneres Kind lebendig zu halten, indem ich dem Staunen und dem ungehasteten Verweilen in der Natur viel Raum und Zeit lasse. Die Fotografie hilft dabei sehr, denn sie lehrt einen, so vieles zu sehen, das schön ist — Großes wie Kleines.

Obwohl wir zu dritt mit meinen Eltern unterwegs waren — eben jenen Menschen, die die starke Entwicklung meiner Naturverbundenheit seit meiner Kindheit gefördert haben und deren bloße Anwesenheit mein Glücksempfinden erheblich steigerte — hatte keiner von uns einen Zeitplan. Wir gingen langsam, blieben oft stehen, sogen alles in uns auf, bewunderten die Aussicht und teilten liebgewonnene Erinnerungen. Ich empfand ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit, dass meine Eltern, obwohl sie schon in die Jahre gekommen sind, die Strecke gut gelaunt mit mir gehen konnten. Zugängliche und leicht zu bewältigende Naturpfade werden dringend benötigt, denn der Zugang zur Natur fördert das Wohlbefinden älterer Menschen genauso sehr wie das aller anderen.

Hinweis: Diese Übersetzung wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und kann Fehler enthalten.

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