Eine Metal-Pilgerreise zum Bodomsee, Espoo

Letztes Jahr haben wir bei Finland, Naturally eine Liste namens A Metalhead’s Travel Guide to Finland zusammengestellt, die finnische Reiseziele vorstellt, die auf die eine oder andere Weise mit Metal-Musik verbunden sind. Die Liste enthält viele ansonsten bekannte Orte, von denen einige auch als Drehorte für Musikvideos gedient haben. Doch wenn man an die Welt des finnischen Metal und die damit verbundenen Orte denkt, sticht ein Name schnell besonders hervor: der Bodomsee.

  • Standort auf der Karte
  • Feuerstelle: Kochunterstand entlang des Fitnesswegs (nicht direkt am Ufer)
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: HSL-Bus 246 ab Espoo Centre, Haltestelle: Oittaanranta
  • Anreise mit dem Auto: Kunnarlantie 33–39, Espoo

Für alle, die sich in der Gegend von Espoo nicht so gut auskennen: Wer den Bodomsee besuchen möchte, sollte sich zum Freizeitzentrum Oittaa aufmachen, das direkt am Seeufer liegt.

Unser Ausflug fiel mitten in den Sommer, und die Uhr näherte sich bereits elf Uhr abends. Trotzdem schien die Sonne noch durch die Wolken, und wir konnten die Uferwege des Bodomsees in surreal schönem, flachem Sonnenlicht entlanggehen, das auf den Baumstämmen und dem Laub des Uferwaldes schimmerte und sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.

Ich habe gehört, dass der Bodomsee für viele Metal-Fans, die nach Helsinki kommen, ein Pflichtziel ist. Grab K58 auf dem Friedhof Malmi und die Bodom Bar & Sauna in Niittykumpu stehen sicher auch auf der Liste vieler Besucher. Ich habe ein paar verschiedene Geschichten darüber gehört, wie der Name dieses Ortes schließlich zum Namen der Espoo-Band Children of Bodom wurde. Auch für uns war die Band der Hauptgrund, gerade dieses Ufer mitten in der schönsten finnischen Sommernacht zu besuchen.

Ich wusste nicht so recht, was ich erwartet hatte, aber sicher nicht etwas derart atemberaubend Schönes. Ich bin selbst kein großer Fan von großen Freizeit- und Sportzentren und hatte vielleicht befürchtet, das Gebiet würde vor lauter Sportplätzen und Spielplätzen jeglicher Art nur so strotzen. Ich hatte auch riesige Menschenmengen erwartet, die dort einen warmen Sommerabend verbringen. Oder vielleicht hatte ich mir einfach einen düsteren, trostlosen Tatort vorgestellt. In jeder Hinsicht lag ich völlig falsch. Man sollte eben nie etwas als selbstverständlich annehmen.

Mir klappte vor Staunen der Mund auf, als wir von der Ecke des Parkplatzes auf den Fuß- und Radweg einbogen, der in den Wald führt. Die natürliche Schönheit war überwältigend, und nur vereinzelt waren Menschen zu sehen – vor allem ein paar junge Männer, die still am Ufer angelten.

Die kleinen Sandstrände, das Plätschern der Wellen und das üppige, geschützte Gefühl des Waldes zogen mich fast sofort in ihren Bann. Natürlich gingen mir auch die Geschichten über die Bodomsee-Morde durch den Kopf, und sie warfen ihren eigenen, besonderen Schatten auf unsere Schritte.

Ein einsames Ruderboot lag höchst malerisch in einer sandigen Bucht. Ich hätte mir wirklich wünschen können, an meinen Badeanzug gedacht zu haben – ich wäre auf jeden Fall auch schwimmen gegangen.

Am Südufer des Sees ragen zwei Landzungen nebeneinander ins Wasser hinaus. Die westliche (im Bild unten) ist höher und felsiger, während die östliche niedriger und stärker bewaldet ist. Ich habe für diese Landzungen auf keiner Karte Namen finden können, aber manche kennen die östliche als Murhaniemi („Mordspitze“).

Jemand hatte am Fuß einer Fichte auf Murhaniemi einen Strauß Rosen niedergelegt. Die Stimmung war ziemlich trüb geworden, der Abend war kühler geworden, und die Sonne war hinter den Wolken verschwunden. Eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die sich am Ufer bewegte, sorgte jedoch dafür, dass sich die Stimmung wieder aufhellte und es nicht mehr ganz so bedrückend wirkte. Wir folgten dem Pfad noch eine Weile weiter, tiefer in den Wald hinein.

Östlich von Murhaniemi verläuft ein breiter, von üppigem Wald umgebener Weg parallel zum Ufer. Der schmale Landstreifen zwischen Weg und Wasser ist ein Naturschutzgebiet.

An der Weggabelung bogen wir rechts ab und begannen die Schleife zurück zum Freizeitzentrum Oittaa und zum Parkplatz. Der Stimmungswechsel zwischen dem intimen Wald und dem weiten, offenen Parkplatz war schon bemerkenswert.

Einen schöneren Zeitpunkt für einen Besuch als einen späten Mittsommerabend kann ich mir kaum vorstellen, auch wenn sich der Bodomsee zweifellos auch an stürmischen Herbsttagen zur Zeit der Laubfärbung von seiner besten Seite zeigt. So oder so lohnt sich ein Besuch – ob nun aus musikalischen Gründen, für aktive Unternehmungen oder einfach, um die Natur zu genießen.

Dieser Artikel wurde mit künstlicher Intelligenz übersetzt und kann Fehler enthalten.

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