Ein Abendspaziergang am Ufer des Ounasjoki in Rovaniemi
Wir kamen am frühen Abend in Rovaniemi an, nach fast 12 Stunden auf der Straße aus Südfinnland, auf unserem Weg durch die kleinen Städte Österbottens. Es gibt einen einfacheren Weg, hierher zu kommen — der Nachtzug bringt einen direkt von Helsinki nach Rovaniemi, ohne dass man selbst einen Finger rühren muss —, aber unsere Reise führte uns weiter nach Norden, nach Suomussalmi und in den Hossa-Nationalpark in der Region Kainuu, sodass ein Auto für uns wirklich die einzige Option war.
Unser Hotel für die Nacht lag in der Nähe der Ufer des Flusses Ounasjoki. Nach dem Einchecken war der Abend so herrlich klar, dass wir es uns nicht verkneifen konnten, direkt wieder aufzubrechen und einen Spaziergang am Wasser zu machen.
Unser Spaziergang auf einen Blick
- Jätkänkynttilä auf der Karte
- Distanz: 2,4 km
- Rundweg von der Jätkänkynttilä-Brücke über die Ounaskoski-Brücke und zurück
- Dauer: etwa 30 Minuten
- Weg: durchgehend auf asphaltiertem Fuß- und Radweg
- Highlights: Sandstrand zum Schwimmen, schöne Flussblicke

Wir folgten dem Uferweg bis zur Jätkänkynttilä-Brücke, dem mit Abstand bekanntesten Wahrzeichen von Rovaniemi. Meine eigenen Erinnerungen daran reichen bis in meine Kindheit zurück, denn meine Familie unternimmt seit Jahrzehnten Wohnwagenreisen nach Lappland. Es fühlte sich gut an, sie dieses Mal zu Fuß zu überqueren und über den breiten Sandstrand darunter zu blicken — wo, seltsam genug, nur eine Handvoll Leute unterwegs waren.
Eine kurze Tatsache über die Jätkänkynttilä-Brücke
Der finnische Name Jätkänkynttilä bedeutet wörtlich übersetzt „Holzfäller-Kerze“. Im Deutschen ist diese Art von Feuerholz meist als „Schwedenfeuer“ bekannt: ein Holzstamm mit senkrechten Einschnitten im oberen Bereich, der aufrecht hingestellt und angezündet wird, sodass er wie eine hohe Kerze brennt. Die Jätkänkynttilä-Brücke in Rovaniemi ist 320 Meter lang, und die Spitzen ihrer Pylone sind so gestaltet, dass sie an diese angeschrägten, eingesägten Holzkerzen erinnern — komplett mit einer elektrischen „Flamme“, die oben an jedem Pylon leuchtet.


Wir gingen weiter hinunter zu diesem Strand und in den kleinen Park daneben. Der Campingplatz gleich neben dem Fluss war dagegen komplett belegt: Wohnwagen und Autos aus Finnland, Norwegen und Deutschland standen in alle Richtungen geparkt.

Wir überquerten eine weitere Brücke und fanden uns wieder auf derselben Flussseite, von der wir aufgebrochen waren, und gingen den restlichen Weg gemütlich zurück zum Hotel, direkt am Wasser entlang. Wildblumen wuchsen dicht am Flussufer, während Uferschwalben tief über ihnen dahinschwirrten.

Rovaniemi ist eine schöne Stadt, aber wenn ich als ausländischer Besucher zum ersten Mal nach Lappland käme, würde ich mich weiter nach Norden orientieren. Rovaniemi hat sich leider einen gewissen Ruf als Touristenfalle erworben, mit entsprechenden Preisen. Ich persönlich würde eher zu kleineren Orten wie Muonio, Inari, Ylläs, Saariselkä, Salla oder Pyhä-Luosto fahren. Sie alle haben echte, richtige Fjelle und ein viel stärkeres Gefühl für den wilden Charakter Lapplands, ohne dass der Tourismus die Szene so sehr dominiert wie in Rovaniemi. Ich behaupte, dass ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe 8 Jahre lang in verschiedenen Teilen Lapplands gelebt. Manche Finnen scherzen sogar, dass Lappland erst auf der Höhe von Sodankylä wirklich beginnt.
Trotzdem lohnt es sich, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, einen Stopp in Rovaniemi einzulegen — egal, wohin die Reise danach führt.
Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt und kann Fehler enthalten.
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