Stampfen Sie den Boden, um sicher zu bleiben – so weiß Finnlands einzige Giftschlange, dass Sie kommen
Begegnungen mit der Kreuzotter (Vipera berus) sind in Anbetracht der aktiven Naturverbundenheit der Finnen relativ selten. Im Sommer bewegen sich sowohl Kreuzottern als auch Menschen oft auf denselben Pfaden und genießen die Sonne. In Finnland werden jedes Jahr zwischen 50 und 150 Menschen von einer Kreuzotter gebissen. Die Auswirkungen eines Bisses können von Person zu Person stark variieren: Bei manchen verursacht er nur leichte Symptome, während er für andere lebensbedrohlich sein kann. Nach einem Biss sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Die Kreuzotter, auf Finnisch kyy genannt, ist die einzige Giftschlange Finnlands und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie hilft, die Nagetierpopulation zu kontrollieren, was wiederum die Anzahl der Zecken reduziert – Tiere, die schwere Krankheiten wie Borreliose übertragen können, welche langfristige Folgen haben können. Eine einzige Kreuzotter kann ein ganzes Nest Mäuse auf einmal auslöschen!
Es ist auch wissenswert, dass die Kreuzotter in Finnland unter Naturschutz steht und nicht verletzt oder getötet werden darf.

Die Kreuzotter wird selten länger als einen halben Meter (ca. 50 cm). Sie hat einen dreieckigen Kopf, und die meisten Tiere tragen ein deutliches Zickzackmuster auf dem Rücken. Ihre Färbung reicht von rötlich-braun über grau bis schwarz; bei schwarzen Kreuzottern ist das Zickzackmuster oft schwer zu erkennen.
Die Kreuzotter beißt nicht grundlos – ein Biss ist ihre letzte Verteidigungsmaßnahme. Wenn sie die Gelegenheit hat, versucht sie in der Regel, Menschen zu meiden.
Ohren offenhalten und auf den Boden stampfen
Kurz und knapp zur Sicherheit bei Kreuzottern:
- Auf den Boden stampfen
- Augen und Ohren aufmerksam halten
- In Gebieten mit möglichem Vorkommen hohe Gummistiefel tragen
- Überprüfen, ob die Tetanusimpfung aktuell ist
Kreuzottern bevorzugen sonnenbeschienene Felskuppen, Steinhaufen oder auch hölzerne Bohlenstege entlang von Wanderwegen. Man kann ihnen aber auch auf ganz normalen Waldwegen begegnen. Obwohl sie über eine ausgezeichnete Tarnung verfügen, geben sie oft ein zischendes Warnsignal von sich, wenn man ihnen zu nahe kommt – deshalb ist es ratsam, beim Gehen in der Natur die Ohren offen zu halten. Das Zischen kann das erste Anzeichen sein, dass eine Kreuzotter in der Nähe ist.
Viele finnische Kinder lernen schon früh, beim Gehen in schlangenverdächtigen Gebieten auf den Boden zu stampfen. Die Erschütterungen warnen die Kreuzotter vor der Anwesenheit von Menschen und geben ihr die Möglichkeit, sich leise davonzuschlängeln, bevor jemand sie bemerkt.

Wenn Sie eine Kreuzotter sehen, gehen Sie ein paar ruhige Schritte zurück und setzen Sie den Weg in eine andere Richtung fort – gehen Sie nicht direkt auf die Schlange zu.
Beobachten Sie eine ruhende Kreuzotter nur aus sicherer Entfernung. Wenn man ihr zu nahe kommt, zieht sie sich meist schnell zurück – in der Regel flieht sie rasch, wenn sie gestört wird. Wir raten davon ab, Nahaufnahmen zu machen – Sie wollen sicherlich nicht herausfinden, wie schnell sich eine Kreuzotter bedroht fühlt und zu ihrer letzten Verteidigungsmaßnahme, dem Biss, greift. Kreuzottern unterscheiden sich sowohl in Aussehen als auch im Verhalten individuell.
Wenn eine Kreuzotter beißt
- Die betroffene Person sollte ruhig bleiben und die Bissstelle von Anfang an möglichst stillhalten.
- Telefonisch den ärztlichen Notdienst, das nächste Gesundheitszentrum oder die Notaufnahme kontaktieren; dort erhalten Sie Anweisungen zum weiteren Vorgehen.
Nach einem Biss durch eine Kreuzotter sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Wählen Sie sofort den Notruf 112, wenn die betroffene Person ein Kind, älter, schwanger oder chronisch krank ist; wenn der Biss am Kopf oder Hals erfolgt ist; oder wenn sich Symptome im Körper zeigen.
Nicht alles, was sich schlängelt, ist eine Kreuzotter
In der finnischen Natur kann man auch der ungiftigen, peitschenartigen Ringelnatter begegnen – oft in der Nähe von Gewässern, aber nicht ausschließlich – sowie der Blindschleiche, die gar keine Schlange ist, sondern eine beinlose Echse.
Die Ringelnatter lässt sich oft schon aus sicherer Entfernung gut von der Kreuzotter unterscheiden, wenn man ruhig bleibt: Sie besitzt kein Zickzackmuster, und die meisten Ringelnattern tragen auffällige gelbe Flecken am Kopf. Eine Ringelnatter kann deutlich größer werden als eine Kreuzotter – manchmal über einen Meter lang. Ihre Färbung reicht von olivgrün über graugrün bis bräunlichgrau.
Die Blindschleiche hingegen ist ein glänzend kupferfarbenes Tier mit einem Kopf, der dem einer Echse ähnelt. Neben der gleichmäßigen Kupferfärbung können auch blaue Flecken auf ihrem Körper zu sehen sein. Wie Eidechsen kann sie bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen.
Von beiden Arten kann die Ringelnatter bei Bedrohung beißen, der Biss ist jedoch ungiftig. Halten Sie den Bissbereich sauber und beobachten Sie ihn auf Anzeichen einer Infektion. Wenn sich eine Entzündung entwickelt, suchen Sie einen Arzt auf.
Auch hier gilt: Diese Tiere sollten in Ruhe gelassen werden – Wildtiere sollten niemals angefasst werden.


Der Artikel wurde mit Hilfe von KI ins Deutsche übersetzt.
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