6 Dinge, die uns die finnische Natur über das Feiern von Weihnachten lehren kann
Die finnische Natur ist ein wunderbarer Ort, um jederzeit zur Ruhe zu kommen. Sie ist immer in der Nähe, und hier in Finnland ist es noch möglich, einen Ort absoluter Stille zu finden, an dem weder Verkehr noch andere von Menschen verursachte Geräusche zu hören sind – nur die Klänge und Düfte des Waldes, der Flüsse oder des Meeres.
In der Weihnachtszeit geraten wir oft in Stress. Wir haben es eilig, die perfekte Umgebung, das perfekte Essen und die perfekten Geschenke für unsere Liebsten vorzubereiten. Die Natur hingegen bleibt selbst in der Hochsaison so ruhig wie eh und je. Vielleicht können wir von der Natur lernen, wie man Weihnachten ohne Hektik und Trubel verbringen kann.

1. Frieden
Die Natur stellt keine Fragen, beschwert sich nicht und ist nicht fordernd. Sie ist weder ungeduldig noch besorgt.
Im tiefsten Winter ist die Natur wirklich still und friedlich.
Gehen Sie spazieren – nur Ihre eigenen Schritte sind zu hören. Sie können die Energie der schlafenden Erde unter Ihren Füßen spüren. Aber um das zu erleben, müssen Sie innehalten und absolut still sein.

2. Selbstlose Großzügigkeit
Über dem stillen Boden ziehen Mond und Sonne Tag und Nacht über den Himmel. Sie erhellen jederzeit unsere Wege und malen, ohne zu fragen, den Himmel in Blau, Violett und Rot – in Mischungen, die selbst die talentiertesten Maler neidisch machen. Alles, was wir Menschen tun können, ist, die Aussicht zu genießen und zu seufzen: „Oh, wie schön!“

3. Im Moment leben
Zur Weihnachtszeit ist der Norden Finnlands mit einer dicken Schneedecke bedeckt. Im Süden kann der Boden kahl erscheinen, ist aber mit herabgefallenen Blättern bedeckt. Unter der eigenen Winterdecke der Natur ruht die Erde und sammelt ihre Kräfte. Im Frühling wird die Natur wieder in ihrer vollen Pracht erblühen, doch jetzt ist sie gedämpft, still und geheimnisvoll. Die Natur ist nicht ungeduldig; sie ist mit dem jetzigen Moment zufrieden.

4. Dankbarkeit
Unter der Erde schlafen viele Tiere zur Weihnachtszeit: Bären, Dachse und vielleicht sogar die Mumins. Über der Erde hingegen ist das Leben ein Kampf. Vögel tun alles, um etwas zu essen zu finden, ebenso wie Elche und Hasen. Rentiere müssen den Schnee durchgraben, um Flechten unter der Decke zu finden. Tiere verschwenden keine Zeit damit, sich nach mehr zu sehnen – sie sind für jeden Bissen dankbar.

5. Lizenz zum Entspannen
Die Natur entschuldigt sich nicht dafür, dass sie im Winter keine blühenden Blumen oder glitzernden Gewässer bietet. Sie hat kein schlechtes Gewissen, wenn nicht alles ordentlich und sauber ist. Die Natur kennt ihren Wert und nimmt sich eine Pause, wenn sie gebraucht wird. Vielleicht sollten Sie sich auch nicht darum sorgen, was andere denken könnten.

+1: Freude
Nach Weihnachten beginnt die Sonne, die Erde länger und länger mit ihren hellen Farben zu erleuchten. Im äußersten Norden Finnlands kehrt die Sonne nach der Kaamoszeit, der Polarnacht, zurück, wenn sie sich einen Monat oder länger nicht gezeigt hat. Schon bald hört man wieder das Rauschen der Flüsse und Bäche, und Pflanzen schieben sich aus der Erde und wachsen höher und höher.
Weihnachten ist ein Wendepunkt für die Natur. Bald wird die Stille des Winters enden und eine neue Zeit beginnt. Genießen Sie die Ruhe jetzt.

Wir wünschen allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr!
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