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Weihnachtliche Saunatraditionen in Finnland – Alte Bräuche und moderne Tipps

Authentic Finnish sauna

In den finnischen Weihnachtstraditionen gehört der Gang in die Sauna – die joulusauna, also die Weihnachtssauna – seit jeher zu den bedeutendsten Ritualen. Alte Volksglauben waren erfüllt von Wichteln und Geistern, und es wurden verschiedene Zauber ausgeführt, um eine gute Ernte im kommenden Sommer zu sichern. Die meisten modernen Finnen besitzen heute weder Flachsfelder, die sie bestellen müssten, noch Stroh, das man nach dem Baden als Polster für den Saunaelfen auf die Bänke legen würde. Doch viele dieser alten Vorstellungen enthalten zeitlose Gedanken, die auch die heutige Weihnachtssauna zu einem ganz besonderen Erlebnis machen können.

Wussten Sie schon? Es ist bemerkenswert, dass das finnische Wort „joulu“ (Weihnachten) vom englischen „Yule“ stammt, dem alten germanischen Mittwinterfest.

Zu Weihnachten genießt man die Sauna traditionell schon früh am Tag, auch wenn das mittwinterliche Tageslicht an einem wolkigen Tag nicht heller wird als hier.

1. Schaffen Sie eine festliche Weihnachtsatmosphäre in der Sauna

In Saunen von Mehrfamilienhäusern sind die Dekorationsmöglichkeiten begrenzt, doch wenn Sie eine Außensauna besitzen, sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Eine sehr traditionelle finnische Weihnachtsstimmung lässt sich auf viele Arten erzeugen:

  • Laternen auf die Saunastufen stellen
  • Mit Leinen-Saunahandtüchern und mit Weizen gefüllten Leinenkissen dekorieren
  • Weihnachtsbaumschmuck an nahe stehende Bäume hängen
  • Fichtenzweige auf die Stufen legen, um Schnee und Schmutz von den Schuhen zu wischen (Das Schneiden von Fichtenzweigen erfordert die Erlaubnis des Grundeigentümers – es sei denn, der Baum wächst auf dem eigenen Grundstück.)
  • Einen Weihnachtskranz an die Saunatür hängen
  • Und natürlich steht nichts dagegen, beim Saunagang eine Leinennissenmütze zu tragen!

Für den Saunagang lohnt es sich, Hautpflegehonig bereitzuhalten, einen Saunaduft für den Ofen sowie einen ganz besonderen finnischen Favoriten: teerduftende Seife, deren Aroma sofort Erinnerungen an vergangene Zeiten weckt. All dies – und noch viel mehr – finden Sie in den Saunaabteilungen finnischer Supermärkte.

Eine Sauna lässt sich auf viele Arten weihnachtlich schmücken. Immergrüne Zweige vor der Tür, eine Winterblume und ein paar kleine Wichtelfiguren bilden einen wunderbaren Anfang.

2. Bleiben Sie still

Nach altem Glauben drohten jenen, die in der Weihnachtssauna laut plauderten oder lärmten, später unangenehme Folgen – etwa dichte Mückenschwärme im Sommer. Für Aberglaubische mag diese Vorstellung auch heute noch sehr real wirken. Doch selbst ohne an alte Omen zu glauben, lohnt es sich, die Stille in der Sauna zu pflegen. Ruhe ermöglicht eine tiefere Entspannung – für einen selbst und besonders für andere. Selbst der Saunaelf hat keine Geduld für endloses Geplapper.

3. Wälzen Sie sich im Schnee

Liegt Schnee, fördert ein kurzes Wälzen darin zwischen den Saunagängen die Durchblutung und bereitet manchen obendrein große Freude. Nach altem Glauben reinigt diese Praxis sowohl Körper als auch Seele. Auch das Eisbaden ist eine wunderbare Möglichkeit, im echten finnischen Geist zwischen eisiger Kälte und glühender Hitze zu wechseln – und es wirkt vermutlich als ein ähnliches Reinigungsritual.

In beiden Fällen gilt: Sicherheit zuerst. Gehen Sie niemals allein ins Eisloch, und wenn Sie sich im Schnee wälzen, achten Sie darauf, dass er weich und tief genug ist.

4. Nicht pfeifen, fluchen oder sich betrinken

Man glaubte einst, solches Verhalten gefalle niemand anderem als dem Teufel selbst – eine Gestalt, die die meisten Menschen lieber von ihrer Weihnachtssauna fernhalten. Doch ganz unabhängig davon sind Fluchen, betrunkenes Gemurmel und tollpatschiges Verhalten auch für andere äußerst unangenehm. Selbst wenn Sie den gehörnten Alten nicht fürchten, seien Sie rücksichtsvoll, benehmen Sie sich ordentlich und achten Sie auf Ihre Sprache.

Im Finnischen gibt es den Begriff saunarauha („Saunafrieden“), der zu jeder Zeit respektvolles, ruhiges Verhalten und Rücksicht auf andere während des Saunagangs betont.

5. Mit Aufgussquasten improvisieren

Da im Hochwinter keine frischen, belaubten Birkenzweige verfügbar sind, müssen die Finnen improvisieren, um das Quasten in der Weihnachtssauna genießen zu können.

Manche Menschen trocknen im Sommer eine frische Birkenquaste speziell für Weihnachten. Solche getrockneten Quasten kann man auch kaufen – man muss sie nur während des Aufheizens der Sauna in Wasser einweichen, damit die Blätter weich werden und beim Gebrauch nicht zu Staub zerfallen.

Wer eine robustere Haut hat, stellt sich manchmal eine Winterquaste aus Wacholder her, die vor der Verwendung etwa eine halbe Stunde in kochendem Wasser eingeweicht wird. Der Wacholder gilt als Symbol finnischer Widerstandskraft.

Das Quasten verströmt einen wunderbaren Duft in der Saunaluft. Und selbst ohne Quaste lässt sich das Aroma von Birke oder sogar Fichte genießen – etwa mithilfe eines Saunadufts, der gemäß Anleitung verwendet wird. Diese sind in den Saunaabteilungen der meisten Geschäfte erhältlich.

Wacholder muss mindestens eine halbe Stunde gekocht werden, bevor er zum Quasten verwendet werden kann. Auch ungekocht ist ein Wacholderzweig eine schöne und duftende Dekoration in der Weihnachtssauna.

6. Bier auf den Ofen

Wenn Sie Landwirt sind und auf eine gute Ernte hoffen, können Sie einen kleinen Schluck Bier auf den Saunaofen spritzen. Dadurch entsteht ein warmer, malziger Duft in der Sauna. Ob dieser Zauber auch für anderes als den Ernteerfolg wirkt, ist uns unbekannt.

7. Früh saunieren und Platz für das Unsichtbare lassen

Im Alltag gehen Finnen meist abends in die Sauna, doch zu Weihnachten wird sie schon tagsüber oder spätestens am Nachmittag genommen. Dies soll dafür sorgen, dass die Arbeit im kommenden Jahr gut von der Hand geht – doch es gibt noch weitere Gründe.

Beim Aufguss bleibt eine Ecke des Saunaofens stets völlig trocken. Das bereitet eine angenehme Saunaerfahrung für Geister, Wichtel und möglicherweise sogar verstorbene Familienmitglieder vor. Sie betreten die Sauna nach Ihnen – denken Sie nur daran, beim Gehen laut zu verkünden, dass die Sauna frei ist. Da Sie eine Ofenecke vom Wasser verschont haben, bleibt sie besonders heiß und sorgt für hervorragenden Dampf. Wenn Sie möchten, können Sie auch Erfrischungen für die nächsten Badenden hinterlassen, zum Beispiel Bier.

In einigen Regionen glaubte man, dass jemand, der zu spät an Weihnachten in die Sauna ging, Ziel gespenstischer Aktivitäten werden könne – ja sogar, dass das Waschwasser zu Blut werden könne. Vielleicht würden die Wichtel und anderen Wesen zornig auf jeden, der ihnen ihren Joulusauna-Frieden verweigert.

Man sollte früh saunieren, damit unsichtbare Wesen wie Wichtel und Hausgeister am Abend die Sauna genießen können. Manche glauben auch, dass verstorbene Verwandte an Weihnachten in der Sauna baden.

Der Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz übersetzt.

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