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Auf zur Blaubeerenernte! Der finnische Wald ruft uns nun zu seinen süßen Naturfreuden

Text und Fotos: Outi Johansson

Wusstest du, dass in den finnischen Wäldern zur besten Zeit bis zu Hunderte Millionen Kilogramm Blaubeeren wachsen? Dank des Jedermannsrechts ist dieses Superfood für alle zugänglich. Hast du deine bereits aus den verborgenen schattigen Hügeln, felsigen Spalten oder am Rand von Mooren gepflückt? Die beste Zeit zum Pflücken ist ein trockener Tag zwischen Juli und September. Ich gehe am liebsten an einem schönen Sommerabend in den Wald. Es liegt etwas Magisches in der Luft. Zum Glück hatten wir dieses Jahr reichlich solche Momente!

Ein ruhiger Wald grüßt mich an einem Juliabend. Die kraftvollen Strahlen der langsam untergehenden Sonne blitzen zwischen den Bäumen hervor und spielen im üppigen Waldboden. Goldene Strahlen treffen auf die ersten zarten rosa-violetten Blüten der Heidekrautpflanzen, die raue Rinde der Bäume und die grün-grauen Blätter, die auf den verholzten Zweigen der Moorbeerenbüsche ruhen, auf die höchsten Pflanzen der moosigen Walddecke. Die Kiefernsäulen strecken sich gen Himmel, während ihre kräftigen, aufrechten Schatten zwischen den weichen Sträuchern tanzen und im leichten Windhauch spielen. Der Zilpzalp, dieser zuverlässige Begleiter der Nadelwälder, singt aus den Baumkronen in der Nähe und sendet einen hellen Triller in die Luft, als würde er den Besucher in seinem Revier begrüßen.

Ich atme tief die frische, klare Luft des Kiefernwaldes ein. Der vertraute Duft beruhigt, während die von den Nadelbäumen freigesetzten Öle in die schummrigen Waldsalons diffundieren. Meine Sinne schärfen sich und mein Atem wird ruhiger. Einige der alltäglichen Sorgen, die auf meinen Schultern lasten, lassen nach und ziehen sich in die hintersten Winkel meines Geistes zurück. Der Zauber des Waldes und des Sommers erfüllt meinen Geist, und es dauert nicht lange, bis ich in die ruhige Atmosphäre des Salons eintauche. Ich weiß, dass der Ruf nach Hause erst ertönt, wenn ich eine reiche Ernte an den wachsartigen Köstlichkeiten des Waldbodens mitgenommen habe!

Hier, im Schoß der Natur, werden Erinnerungen lebendig. Der üppige Duft des frischen Kiefernwaldes bringt Gedanken zurück an die Kindheit. An die Zeiten, als ich als kleines Mädchen mit Zöpfen hinter meinen Eltern von Hügel zu Hügel hüpfte und Blaubeeren in eine winzige blaue Emailtasse pflückte. Einige der „Hockenvitamine“ der Waldexkursion wanderten direkt in meinen Mund. Manchmal stolperte ich und die Schätze, die ich mühsam gesammelt hatte, rollten über den hügeligen Waldboden.

Der weiche Waldboden raschelt unter meinen Stiefeln, als ich gemächlich tiefer in den Schutz des Waldes gehe. Meine Augen scannen das wellige Gelände nach Clustern blauer Beeren. In der Tat, es gibt hier genug. Unter den gebogenen Sträuchern und den ovalen, gezackten Blättern offenbart sich eine Handvoll praller dunkelblauer Beeren. Bald erblicken meine Augen noch mehr. Und noch mehr.

Das erste blaue Nugget fällt auf den Boden des Eimers, gefolgt von einem zweiten und einem dritten. Plop. Plop, plop, plop. Nach einer Weile wird das Geräusch leiser. Der Eimerboden gähnt nicht mehr leer, sondern ist gefüllt mit süßem, blauem Gold, darunter einige dunklere Beeren – die „Kraftblaubeere“, die „Priesterblaubeere“ und die „Teerblaubeere“. Die ungewöhnliche Beere hat viele Namen. Hast du die alte Volksgeschichte gehört, dass die Blaubeere deshalb dunkel, fast schwarz wurde, weil eine Schlange sie mit ihrer Zunge geleckt hatte?

Irgendwo donnert es, und ich bleibe stehen, um den fernen Bewegungen jenseits des Windes zu lauschen. Doch das Grollen lässt schnell nach und ich kehre zu meinen Schätzen zurück. Allmählich füllt sich der Eimer fast zur Hälfte. Man kann einfach nicht aufhören! Meine Finger greifen die größten Beeren von den Sträuchern, die kleinsten bleiben zurück. Einige der besten Beeren verstecken sich unter den hohen Sträuchern, als wollten sie den Waldbesucher herausfordern. Ich ziehe eine Holztrinkschale aus meinem Rucksack und fülle sie bis zum Rand mit süßen Hockenvitaminen.

Ich setze mich auf einen umgestürzten Baumstamm und lasse meinen Blick durch den Wald schweifen. Das Lied des Windes wird leiser, der Walzer verlangsamt sich. Der Zilpzalp singt wieder sein unermüdliches, schläfriges Lied: „Zilp, zalp, zalp, zilp, zalp….“ Die Sonne schiebt sich hinter eine Wolke, und das Waldzimmer verdunkelt sich. Ein paar Mücken haben meine feuchten Arme gefunden, und ein paar blutdurstige Flieger summen nahe meinem Ohr. Die letzten Blaubeeren des Abends wandern in meinen Mund. Nichts könnte jetzt besser schmecken!

Der Artikel wurde mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz aus dem Finnischen übersetzt.

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