Das Torfritual: Meine zutiefst entspannende Saunaerfahrung in Tupaswilla in Mittelfinnland

Geschrieben von Laura Hokka, Fotos: Tupaswilla

Ich nahm an einem Frauen-Torfsauna-Abend in Tupaswilla teil, einem traditionellen Gutshof in Laukaa, Mittelfinnland, nahe der Stadt Jyväskylä. Es war kein gewöhnlicher Saunabesuch – während wir uns in der Hitze der Sauna entspannten, zog der dunkle Torf, der auf unsere Haut aufgetragen wurde, Unreinheiten heraus.

Eine große Sauna am Teich

Tupaswilla besitzt einen nostalgischen, altzeitlichen Hof. Die Sauna ist riesig – könnte sie sogar die größte Sauna Finnlands sein? Sie liegt an einem kleinen Teich, und gleich daneben befindet sich eine überdachte Außenterrasse, auf der man am Feuer sitzend abkühlen kann.

Beheizt wird die Sauna mit Torf, der aus Tupaswillas eigenem Moor gewonnen wird. Das Waschwasser, das einen bräunlichen Schimmer hat, wird aus dem nahegelegenen Teich gepumpt. Trinkwasser wird separat hergebracht, sodass es stets sauber und frisch ist.

Monatliche Torfsauna-Abende

Torfsauna-Abende finden einmal im Monat statt, und eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Man muss sein eigenes Handtuch, Waschutensilien und eine Wasserflasche mitbringen. Auch ein Sitzhandtuch („pefletti“ auf Finnisch) ist nützlich, doch in der Sauna sind auch Einwegvarianten erhältlich. Badebekleidung wird während der Sitzung nicht benötigt.

Umziehen und Aufwärmen

Bei meiner Ankunft ließ ich meine Kleidung – und sogar mein Handtuch – im Umkleideraum, da Handtücher leicht Flecken bekommen können. Der Umkleideraum verfügt über Bänke und Haken sowie abschließbare Schränke für Wertsachen.

Ich begann mit einer Dusche und ging dann für ein leichtes Aufwärmen in die Sauna. Auf beiden Seiten der Sauna befinden sich Waschräume, von denen jeweils eine Tür in den unteren Bereich der Sauna führt. Von dort gelangt man über breite Stufen hinauf in die schummrige, aber stimmungsvolle Sauna. An beiden Seiten der Treppen gibt es Plätze – auf der einen Seite zum Sitzen, auf der anderen zum Gehen.

Ziel der ersten Saunarunde war es, den Körper sanft zu erwärmen, bis das Schwitzen einsetzte. Danach folgte eine weitere Dusche, um den Schweiß abzuspülen. Meine Wasserflasche und mein Sitzhandtuch ließ ich in der Sauna, um meinen Platz zu reservieren, bevor ich weitermachte.

Den Torf auftragen

In den Waschräumen standen große Wannen mit feuchtem Torf bereit, den wir mit den Händen auf den gesamten Körper auftrugen. Man konnte ihn auch auf Gesicht und Haare auftragen, doch bei frisch gefärbtem Haar wird davon abgeraten: Der Torf nimmt Unreinheiten auf und kann die Farbe verblassen lassen. Außerdem lässt er sich nur schwer aus sehr hellem Haar entfernen. Bei hohem oder niedrigem Blutdruck wird empfohlen, den Brustbereich auszusparen. Ansonsten konnte man den Torf überall auftragen, wo man wollte. Die Anwendung fühlte sich angenehm und reinigend an.

20 Minuten in der Sauna mit Torf

Sobald ich mich ausreichend mit Torf bedeckt fühlte, kehrte ich in die Sauna zurück. Die Sauna-Gastgeberinnen teilten uns mit, bis wann wir spätestens hinausgehen mussten – die Torfsitzung dauert maximal 20 Minuten. Wurde die Hitze vorher zu stark, konnte man sich auf die Stufen setzen, um abzukühlen, oder die Sauna ganz verlassen. Ich persönlich setzte mich nach zehn Minuten auf die Stufen, da es mir zu heiß wurde. Sehr heiße Saunen mag ich nicht – aber das ist von Person zu Person verschieden.

Meine Wasserflasche hatte ich die ganze Zeit bei mir, und die Gastgeberinnen achteten darauf, dass alle genug zu trinken hatten. Die Atmosphäre in der Sauna war ruhig und gelassen – gesprochen wurde nur im Flüsterton, wie es dem finnischen Sauna-Etikett entspricht. Die Idee ist, sich zu entspannen – zu viel Gespräch würde dies stören.

Geführte und betreute Saunaerfahrung

In der Sauna waren Gastgeberinnen anwesend, was besonders für Finnen etwas ungewöhnlich wirken mag. Die Sauna-Gastgeberin kümmerte sich um das Wasser, hielt die Zeit im Blick, goss Wasser auf die heißen Steine und ließ bei Bedarf über die Türen zu den Waschräumen etwas Hitze entweichen.

Den Torf abwaschen und eintauchen

Nach 20 Minuten kehrten wir in den Waschraum zurück, um den Torf abzuspülen. Man konnte ihn aber auch im Teich abwaschen – Torf ist ein Naturprodukt und schadet dem Wasser nicht. Ich duschte mich zuerst und tauchte dann in den Teich ein. Es war ein erfrischender Abschluss des Saunagangs.

Anschließend wurde im nahegelegenen Gebäude ein kleiner salziger Imbiss serviert. Nach der Sauna fühlte ich mich entspannt, gereinigt und in einem sehr friedlichen Gemütszustand. Alles in allem war es ein wunderbares Saunaerlebnis, das ich jedem empfehlen würde, der keine Scheu hat, sich die Hände schmutzig zu machen.

Der Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt.

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