,

Regen, Felsen und Pfifferlinge: Ein ganz gewöhnlicher Sonntag im nahen Wald

Meine Freundin und ich hatten unser Waldtreffen schon Tage vorher geplant. Nichts Besonderes eigentlich, nur ein gewöhnlicher Sonntag und ein gewöhnliches Stück Wald in der Nähe. Aber diese Gewöhnlichkeit hat etwas, das ich nie ganz erklären kann, außer zu sagen: Sie ist immer genug.

Der Sonntagmorgen versprach nichts Außergewöhnliches. Der Himmel war grau, und der Regen prasselte gegen das Fenster, als meine Freundin vor meiner Tür stand. Wir beschlossen, trotzdem zu gehen. Wir hatten beide Regenkleidung und ordentliche Wanderschuhe an, und ein paar Tropfen vom Himmel waren noch nie ein guter Grund, drinnen zu bleiben. Und wie es sich fügte, ließ der Regen genau in dem Moment nach, als wir unter den Schutz der Bäume traten.

Der Atem des Fichtenwaldes

Um uns herum erhob sich ein hoher, raunender Fichtenwald. Die Baumwipfel schwankten im Wind und ließen immer noch schwere, verspätete Tropfen auf unsere Nacken fallen: Regen, der vom Himmel längst aufgehört hatte zu fallen, aber weiter durch die Zweige nach unten wanderte. Die Luft roch nach nassen Fichtennadeln und Moos, nach diesem Duft, der die Lungen irgendwie vollständiger zu füllen scheint als sonst. Die Finnen sagen oft, der Wald habe nach dem Regen „sauerstoffreiche Luft“, und in diesem Moment verstand ich wieder, was das bedeutet: der Körper, der sich beruhigt, der Atem, der langsamer wird, der Augenblick, in dem man unter die Bäume tritt.

Wir gingen weiter, pflückten Blaubeeren und erzählten uns gegenseitig von unserem Leben. Im Wald verläuft ein Gespräch anders als in der Stadt, langsamer, aber irgendwie tiefer. Es gibt keine Eile, alles auf einmal zu sagen, wenn einem noch Stunden bevorstehen und ein ganzer stiller Wald einen umgibt.

…Sobald man sich auf einen Felsen setzt

Der Pfad führte uns hinauf, zu einer hohen Felsformation. Von dort aus öffnete sich der Blick über die Wälder unter uns: Wir konnten sehen, wie der Nebel über den Baumwipfeln zog und die Wolken über den Himmel wanderten.

Wir holten unsere Sitzkissen aus dem Rucksack und ließen uns auf dem Felsen nieder. Wir hatten Kaffee in einer Thermoskanne dabei, dazu ein paar Kekse und getrocknete Mango, nichts Ausgefallenes, aber genau richtig für diesen Moment. Wir saßen dort eine ganze Weile, sprachen über das Leben, wurden manchmal still und lauschten den kleinen Geräuschen des Waldes und der Stille in ihrer schönsten Form. Genau diesen Moment suchen viele Finnen im Wald: keine Leistung, keine Ziele, nur die Erlaubnis, still zu sitzen und einfach zu sein.

Ein Pilzwald

Wir stiegen auf einem anderen Weg hinab, als wir hinaufgekommen waren, und schon bald begann der Pfad, uns Pilze anzubieten. Meine Freundin wurde ganz aufgeregt wegen der Pfifferlinge und Steinpilze und sammelte sie unterwegs in einer kleinen Tüte. Ich naschte weiter Blaubeeren, obwohl sie nach dem Regen etwas wässrig und fade geworden waren, aber es gab einen Rhythmus darin, den ich nicht unterbrechen wollte.

Ich blieb oft stehen, um die kleinen Details des Waldes zu fotografieren: moosbewachsene Steine, die graugrüne Oberfläche von Flechten, die Formen der Farne, die sich wie kleine Spiralen dem Licht entgegenrollten. Naturfotografie ist für mich eine Art, noch langsamer zu werden. Sobald man anhält, um durch die Kamera zu schauen, bemerkt man plötzlich Dinge, an denen man sonst einfach vorbeigegangen wäre.

Lust auf eine geführte Pilzwanderung? Begleite uns jeden Sommer-Dienstag in Espoo, Nuuksio, nur einen Katzensprung von Helsinki entfernt. Mehr erfahren und Platz reservieren!

Kein Zeitplan

Zu dieser Jahreszeit in Finnland wird es nicht früh dunkel, also hatten wir keinen Grund zur Eile. Wir konnten uns ganz nach unserem eigenen Rhythmus auf die Stimmung des Waldes einlassen: anhalten, wann immer wir wollten, langsamer werden, einen Umweg nehmen, einen steilen Anstieg hochklettern oder uns vorsichtig über rutschige Felsen den Weg hinunter suchen. Manche Abschnitte forderten volle Aufmerksamkeit bei jedem Schritt, bei anderen konnten unsere Gedanken frei wandern.

Als wir am Nachmittag nach Hause kamen, fühlten wir uns zugleich ruhig und angenehm müde. Der Körper hatte auf dem hügeligen Gelände ein ordentliches Training bekommen, und der Kopf hatte sich geleert und dafür mit etwas Besserem wieder gefüllt. Unser Geist trug wieder einmal die stille Erinnerung daran, dass man kein besonderes Ziel und keinen großen Plan braucht. Ein gewöhnlicher Wald in der Nähe, eine gute Freundin und ein paar Stunden Zeit: Das, so stellt sich heraus, ist schon eine ganze Menge.

Und natürlich gab es nach einem solchen Spaziergang nur eine richtige Art, den Tag zu beschließen: Wir gingen geradewegs in die Sauna.

Hinweis: Dieser Text wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt und kann Fehler enthalten.

Weiterlesen

Ein regnerischer Waldspaziergang? Tipps, wie man ihn genießt

Auf in den Wald – Wie du deinen ersten Pilzsammel-Ausflug in Finnland genießt

In den finnischen Wäldern: Wohlbefinden für Körper und Geist finden

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar