Das finnische Geheimnis: Die Natur umarmen für bessere Gesundheit
Ich springe über einen Graben vom Straßenrand in den Wald. Die sanfte Energie der umarmenden Bäume umhüllt mich augenblicklich. Obwohl das Geräusch der Straße noch meine Ohren erreicht, ist eine unsichtbare Wand—ein schützendes Kraftfeld—zwischen mir und der alltäglichen Menschenwelt erschienen. Auf der Waldseite tauche ich mit jedem Schritt tiefer in die Ruhe ein. Das Gras fühlt sich weich unter meinen Schuhen an, und gelegentlich muss ich Zweigen ausweichen, die im dämmrigen Oktober-Nachmittag immer unsichtbarer werden. Moment für Moment schöpfe ich neue Kraft—wenn man den Alltagsstress von den Schultern abschütteln möchte, gibt es nichts Besseres als die nahegelegene Natur.
Es gibt eine Fülle von Forschungsergebnissen über die Wohlfühl- und Gesundheitsvorteile der Natur. Viele von uns haben diese Wirkungen sicherlich persönlich erlebt, vielleicht sogar in unserem täglichen Leben. Dank des Jedermannsrechts in den nordischen Ländern haben wir die Möglichkeit, fast überall in die Natur einzutauchen. Ich vermute, dass dies vielleicht einer der Gründe ist, warum die nordischen Länder in den letzten Jahren zu den glücklichsten Nationen der Welt gehören.
Die Wohlfühl- und Gesundheitsvorteile, die die Natur den Menschen bietet, wurden in Finnland insbesondere vom Naturressourceninstitut Finnland (Luke) und Liisa Tyrväinen sowie von vielen internationalen Forschern untersucht.
Im Folgenden liste ich einige der wichtigsten Erkenntnisse auf, zu denen ich in Kursivschrift meine eigenen Erfahrungen hinzugefügt habe, die ich in unzähligen Momenten in der finnischen Natur gesammelt habe. Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wie beeinflusst die Natur dich?

1. Stress reduziert sich
Laut Studien reduziert der Aufenthalt in der Natur den Stresspegel erheblich. Blutdruck und Herzfrequenz beruhigen sich, und die Menge des Stresshormons Cortisol nimmt ab. Um diesen Effekt zu erzielen, musst du nicht für eine Woche in einen entfernten Nationalpark reisen; es reicht, wenn du sogar nur 15–20 Minuten in deiner näheren Umgebung verbringst.
„Der Lärm des Verkehrs verblasst allmählich fast vollständig aus meinen Ohren. Ich seufze tief und ziehe die frische, feuchte Oktoberluft des Fichtenwaldes so tief in meine Lungen ein, wie es angenehm möglich ist. Ich bemerke, dass ich fast unbewusst die Augen geschlossen habe—es fühlt sich so gut an. Die Gedanken, die in meinem Kopf herumspringen, scheinen nach und nach zu stoppen und zu verblassen. Das unangenehme Thema, das mich zuvor beschäftigte, erscheint nicht mehr so groß, und ich finde in meinem Geist eine Lösung dafür.“

2. Die Stimmung verbessert sich
Die Menschenwelt ist voller Dinge, die die Stimmung nicht unbedingt heben. Den Höhepunkt schlechter Laune kann man schon durch das Lesen der Nachrichten erreichen. Von all dem bietet die Natur einen erholsamen Rückzugsort. In städtischen Umgebungen sind Wäldchen und Parks wie Oasen, wie Zufluchtsorte, in denen man eine Pause vom Trubel und den Verwicklungen der Menschenwelt machen kann.
In Tyrväinens Studien wurde unter anderem festgestellt, dass die in der Stadtnatur verbrachte Zeit besonders nützlich für die Stimmungsaufhellung bei Stadtbewohnern sein kann. Das überrascht mich überhaupt nicht. Ich selbst lebe auf dem Land, aber wenn ich Städte wie Helsinki und Turku besuche, bemerke ich immer, wie mein Geist allein durch das Vorbeigehen an einem Park oder Wäldchen zur Ruhe kommt. Von den alten Kiefern, den raschelnden Ahornwäldern und den uralten, von der Natur geformten Felsen steigt in mir ein Gefühl von Wohlbefinden und Sicherheit auf. Obwohl unter meinen Füßen Beton oder Asphalt ist, kann ich jederzeit in die Natur treten, und allein das Wissen um diese Möglichkeit hebt meine Stimmung. Die Umarmung der Natur ist direkt neben dir, verfügbar.

3. Konzentrationsfähigkeit und kognitive Funktionen verbessern sich
In der Natur fehlen künstlich glatte, gerade und eckige Oberflächen sowie aufmerksamkeitserregender, nervenaufreibender Lärm. Die Reize der Natur sind friedlich und helfen, Aufmerksamkeit und Konzentration wiederherzustellen. Untersuche sorgfältig die Formen der Pflanzen: Schau, berühre, rieche, höre. Wie fühlt sich ein Zapfen oder die Rinde in deiner Hand an? Raschelt irgendwo eine Espe, plätschert in der Ferne ein Bach, den du noch nicht sehen kannst?
Es wurde festgestellt, dass die Beobachtung der Natur und allein der dort verbrachte Aufenthalt regenerierend wirkt. Beim Pilzesammeln bemerkt man die Schärfung der Konzentrationsfähigkeit besonders gut: Zuerst bemerkst du nichts, aber dann findest du etwas, und nach einer Weile sind Augen und Gehirn darauf eingestellt, speziell essbare Pilze zu suchen, und plötzlich tauchen sie überall um dich herum auf.
„Manchmal, auch in einem schneelosen Winter, ziehe ich vielleicht Schuhe und Socken aus, nur um das nasse und weiche Moos unter der Haut meiner Füße zu spüren. Mindestens aber tauche ich meine Hände in die Tiefen eines grünen Torfmooshügels und genieße das Gefühl sowie den Duft, der auf meiner Hand verweilt. Im Sommer fühlt sich der warme, glatte Fels im finnischen Archipel uralt und tröstlich auf der Haut an. Und nichts wirkt so effektiv als Meditation wie das Untertauchen unter die Oberfläche natürlichen Wassers, das Sich-Hingeben an den sanft tragenden Druck des Wassers.“

4. Symptome von Depression und Angst können sich lindern
Das Naturressourceninstitut Finnland hat auch die Auswirkungen der Natur auf die psychische Gesundheit und Depressionssymptome untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass es möglich sein kann, Symptome von Angst und Depression zu reduzieren, indem man Zeit in der Natur verbringt und zum Beispiel den Klängen der Natur lauscht.

Die gesundheitlichen Vorteile der Natur wurden auch international umfassend erforscht. Die Erkenntnisse waren weitgehend die gleichen wie in den heimischen Studien.
5. Das Immunsystem wird gestärkt
In der Natur sind wir ihren unzähligen Mikroben ausgesetzt. Damit hängt zusammen, dass der Aufenthalt in der Natur unser Immunsystem stärken kann.
„Neben meinem Elternhaus gab es einen kleinen Wald und einen Bach. Dort verbrachte ich fast meine gesamte Freizeit. Ich spielte unter einer großen Fichte Haus und ließ Spielzeugdinosaurier im Bach schwimmen. Ich knabberte an Sauerklee, und manchmal probierte ich sogar Tannennadeln, weil die Mumins sie vor ihrem Winterschlaf aßen. Morsches Erlenholz war weich und rötlich und diente in Küchenspielen als Räucherlachs; Stäublinge fungierten als Gewürzstreuer. Die Spiele beinhalteten auch viel Matsch, Sand, Erde, Blätter und Bachwasser. Als Erwachsene rufe ich gelegentlich mein inneres Kind hervor. Ich liege auf dem Moosbett des Waldes und stecke meine Hände ins Moos. Ich lasse Blätter und Zweige mit einem Stock im Bach treiben. Ich berühre und beschnuppere Felsoberflächen, die interessant aussehen, und wandere durch mir neue Wälder wie ein Entdecker.“

6. Die Natur motiviert zur Bewegung
Laut Studien motiviert die Natur Menschen dazu, aktiver zu sein, und wie das Sprichwort sagt, Bewegung ist Medizin. Vielleicht erklärt das auch, warum zum Beispiel Trailrunning vor einigen Jahren in Finnland zu einer echten Trendsportart wurde. Der federnde Waldboden und die mit Nadeln bedeckten Pfade unter den Füßen sind eine interessantere und anregendere Oberfläche zum Bewegen als der monoton flache Asphalt. Gleichzeitig bringt die Bewegung in der Natur mehr Vorteile als nur die körperliche Aktivität—ob du läufst oder nicht, du erhältst all die zuvor genannten Wohlfühleffekte.
„Im Schoß des Wassers fühle ich mich immer besser als irgendwo sonst—die Frische des Wassers und sein sanfter Druck um meinen Körper sind ein Zustand, in den ich eintauche, wann immer ich kann. Das Bedürfnis nach Wasser ist im Erwachsenenalter so groß geworden, dass ich mit dem Eisschwimmen beginnen musste, um auch im Winter regelmäßig im Wasser sein zu können. Und das Wasser eines Schwimmbeckens mit seinen sterilen Oberflächen und Chemiegerüchen erfüllt dieses Bedürfnis nicht. Es muss Wasser sein, das sanft nach Natur duftet, dessen Ufer von natürlichen Steinen gesäumt sind und an denen stehende Bäume beruhigend anzusehen sind.“

7. Die Beziehung zur Natur stärkt sich
Eine gute Beziehung zur Natur erhöht das allgemeine Wohlbefinden. Es ist wertvoll, wenn die eigene Beziehung zur Natur so stark ist, dass man in schwierigen Zeiten im Leben weiß und versteht, wie man Trost und Kraft aus der Natur schöpft, und auch in guten Zeiten kann eine reiche und respektvolle Beziehung zur Natur mehr Freude ins Leben bringen. Durch Naturhobbys kann man auch bereichernde soziale Begegnungen haben, indem man zum Beispiel an geführten Touren, Naturschutzarbeiten oder Vogelbeobachtungen teilnimmt.
„Ich hörte einmal den Rat, dass wenn in der Welt alles schiefzugehen scheint, man sich auf einen Felsen setzen soll. Ich wusste sofort, was der Rat bedeutete, und ich finde, er funktioniert. Heutzutage fühlt es sich beim Verfolgen der Nachrichten oft so an, als sei es nur eine Frage der Zeit, bis alles zerstört und vorbei ist. Aber wenn ich mich auf die vom Wind umwehten Felsen des Schärenmeeres setze, die vor Tausenden von Jahren von der Eiszeit aus Milliarden Jahre altem Grundgestein geformt wurden, fühle ich, dass alles gut werden wird. Der gegenwärtige Moment ist nicht einmal ein augenblickschneller Blitz in der Geschichte unseres Planeten. Das fühlt sich sehr tröstlich an.“
Kommst du so oft in die Natur, wie du möchtest? Welche Naturerfahrung ist für dich am eindrucksvollsten—erfordert sie eine längere Reise oder reicht die nahegelegene Natur aus? Bitte kommentiere unter dem Artikel!

Der Artikel wurde mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz aus dem Finnischen übersetzt.




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